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Phosphor präziser beproben

Seit vielen Jahren wird die Phosphor- Versorgung des Bodens mit der CAL- Methode ermittelt. Diese Messung in einer Tiefe von 0 bis 20 cm ist jedoch laut Dr. Wilfried Zorn und Hubert Schröter von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) nicht präzise genug.

Lesezeit: 2 Minuten

Seit vielen Jahren wird die Phosphor-Versorgung des Bodens mit der CAL-Methode ermittelt. Diese Messung in einer Tiefe von 0 bis 20 cm ist jedoch laut Dr. Wilfried Zorn und Hubert Schröter von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) nicht präzise genug.

Durch die langjährige reduzierte P-Düngung in viehlosen Betrieben ist die Versorgung vieler Böden dramatisch gesunken. In Veredlungsregionen liegen dagegen häufig hohe P-Gehalte des Bodens vor. Auch vor dem Hintergrund der voraussichtlich ab Ende März geltenden neuen Dünge-VO wird die bedarfsgerechte Düngung wichtiger.

Auf Grundlage langjähriger Feldversuche in Thüringen empfehlen die Wissenschaftler der TLL, parallel zur CAL-Analytik die P-Freisetzungsrate zu ermitteln (bieten einige LUFAs, wie die LUFA Nordwest, für 10 bis 20 € pro Analyse an) und die CAL-Methode zusätzlich für die tiefere Bodenschicht von 20 bis 40 cm anzuwenden. Dadurch entstehe ein exakteres Bild über den P-Versorgungszustand des Bodens.

Bei den Versuchen auf Standorten, die von Bodentyp, -art und PCAL-Gehalt vergleichbar sind, unterschied sich die P-Düngewirkung zum Teil erheblich. Dies erklärt sich durch eine differenzierte P-Freisetzungsrate verschiedener Böden. Auf Standorten mit den Gehaltsklassen A und B war die P-Düngewirkung wegen hoher P-Freisetzungsrate niedrig. Dagegen erzielte man auf einem Boden mit Gehaltsklasse D und niedriger P-Freisetzungsrate sehr hohe Mehrerträge durch die P-Düngung.

In Verbindung mit der CAL-Untersuchung kann man die P-Düngebedarfsprognose deutlich verbessern, wobei die Einstufung der Freisetzungsrate ca. 10 bis 15 Jahre gültig ist.

Die CAL-Methode bleibt auch weiterhin das Standardverfahren für die P-Untersuchung der Böden. Mit Hilfe von Proben aus tieferen Bodenschichten zeigte sich aber, dass aus dem Unterboden teilweise eine höhere P-Nachlieferung erfolgt und zur Ernährung der Pflanzen beiträgt. Dadurch hatte die Düngung keine so große Wirkung auf den Ertrag, wie auf Flächen mit geringer P-Nachlieferung aus dem Unterboden.

Ziel der Versuche ist die Weiterentwicklung der Düngeempfehlung, die Überprüfung der P-Gehaltsklassen und P-Düngemengen sowie die Verbesserung der P-Bedarfsprognose durch zusätzliche Bodenuntersuchungen. Zudem ist es wichtig, den spezifischen P-Bedarf der Pflanzen genau zu kennen. Auf Standorten mit unzureichender P-Versorgung kann die Optimierung der Ausbringungstechnik helfen. Dazu zählen z. B. das Einarbeiten der Dünger vor der Saat oder die P-Unterfußdüngung.

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