Echt Grün

Über 450 „bienenfreundliche Landwirte“ in Niedersachsen

Seit 2019 können sich niedersächsische Landwirte als „bienenfreundlich“ auszeichnen lassen. Was die Initiative „Echt grün – Eure Landwirte“ mit der Aktion zeigen möchte, lesen Sie hier.

In diesem Jahr beteiligen sich niedersachsenweit mehr als 450 Landwirte an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ der Initiative „Echt grün – Eure Landwirte. Schon im vergangenen Jahr haben Niedersachsens Bauern auf mehr als 25.000 Hektar Samen für Wildkräuter und Blühpflanzen ausgesät. Die Blühstreifen werden dabei meist mit Hilfe der EU-Agrarförderung angelegt.

„Weil wir als Landwirte gerne etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun möchten ist es gut, dass durch die EU-Agrarförderung die Anlage solcher Blühflächen bezahlt wird, denn unser Geld verdienen wir normalerweise mit dem Anbau von Weizen, Zuckerrüben oder Mais, nicht aber mit Wiesen-Bärenklaue und Herbst-Löwenzahn“, betont Landvolk-Vizepräsident Dr. Holger Hennies.

Biotopverbund voranbringen

Niedersachsens Landwirte haben ihre angelegte Blühfläche stetig vergrößert, seitdem es die Angebote in der Förderung gibt , so das Landvolk Niedersachsen. Das liege zum einen daran, dass das Bewusstsein seitens der Bauern für den Artenschutz größer geworden ist und zum anderen, dass mehr Fördermittel zur Verfügung gestellt werden. Hennies lobt in diesem Zusammenhang die Vereinbarungen zum Artenschutz im Niedersächsischen Weg, der die Einrichtung eines landesweiten Biotopverbunds vorsieht. In dem Verbund werden diese Maßnahmen, wie auf Äckern angelegte Blühflächen, mitberücksichtigt. Der Landvolk-Vizepräsident pocht aber auf einen effektiveren und unbürokratischeren Einsatz der bestehenden Fördergelder, damit Blühflächen noch gezielter zur Vernetzung wertvoller Biotope angelegt werden.

Projektbeispiel Rittergut Erichshof

Hanns Christian Seeßelberg-Buresch ist einer der Landwirte, die an der Aktion „bienenfreundlicher Landwirt“ teilnimmt. Auf seinem Rittergut Erichshof finden sich vielfältige Elemente: Unkrautecken für Insekten, Blühflächen, Altholz- oder Steinhaufen. Damit sollen Bienen und andere Insekten an vielen verschiedenen Stellen ausreichend Nahrung und Lebensraum finden. Gleichzeitig bieten die Blühflächen den Bodenbrütern zusätzlichen Schutz. Seit vielen Jahren arbeitet der Ackerbauer auch mit einem ortsansässigen Imker zusammen und bietet auf seinem Hof Platz für mehrere Bienenstöcke.

Hofschild

Die Infotafel ist Teil des Kommunikationspakets, das Landwirte zur Imagewerbung am Feldrand erhalten. (Bildquelle: Echt Grün - Eure Landwirte)

„Echt grün – Eure Landwirte“: Ziel der Initiative ist es, ein besseres gesellschaftliches Verständnis einer modernen und tierfreundlichen Landwirtschaft zu schaffen. Der Dialog zwischen Landwirtschaft und Verbraucher stehe dabei im Vordergrund. Inzwischen ist die Imagekampagne auf 13 teilnehmende Kreislandvolkverbände angewachsen und vertritt die Interessen von rund 36.500 Landwirten in Niedersachsen. „Echt grün – Eure Landwirte“ wird zu 100 Prozent von Landwirten aus dem Kampagnengebiet in Niedersachsen finanziert.


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Tja, gute Sache -

aber sieht das auch der in seinen Betonbunkern dahinvegetierende Stadtmensch?

von Diedrich Stroman

Stadtmensch!

Den interessiert das nicht großartig! Selbst unsere neuen Baugebiets Bewohner haben kaum ein schlechtes Gewissen! Vielleicht mal eine Feld und Flurfahrt mit den Verantwortlichen der Politik machen auch die Medien Vertreter mal übern Acker scheuchen, Unsere Politiker zeigen nur ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Winterquartiere

müssen ausreichend vorhanden sein. Sonst wird im Sommer gemästet und im Winter kommt der Sensenmann.

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