Insektenschutz

Wer darf jetzt noch Glyphosat einsetzen?

Mit dem Insektenschutzgesetz ist die Nutzung von Glyphosat eingeschränkt. Doch es gibt Ausnahmen für Mulch- und Direktsaaten. Ein Überblick, was nun ab Herbst 2021 und für den Frühling 2022 gilt:

Voraussichtlich Anfang September werden die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Vorgaben für den Pflanzenschutz aus dem Insektenschutzpaket in Kraft treten. Der Wirkstoff Glyphosat soll dann bis zu seinem Verbot ab dem Jahr 2024 nur noch in Ausnahmen in der Landwirtschaft zur Anwendung kommen. Allerdings sind die Ausnahmen für Flächen außerhalb von Schutzgebieten weit gefasst. Was bedeutet das für die schon angelaufene Herbstbestellung und die Anbauplanung für den Frühling 2022? Wir haben im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) nachgefragt:

Glyphosat darf künftig nur noch für die Bekämpfung von Problemunkräuter verwendet werden. Welche Problemunkräuter sind das?

BMEL: Der künftige § 3b Abs. 3 der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung nennt als Beispiele Ackerkratzdistel, Ackerwinde, Ampfer, Landwasserknöterich oder Quecke. Diese Aufzählung ist nicht abschließend, es muss sich aber um Unkräuter handeln,...


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