Zeitenwende

Yara prüft Börsengang seines Geschäfts mit „grünem“ Ammoniak​

Im Gegensatz zu konventionell aus fossilen Energieträgern erzeugtem Ammoniak stammt die Energie zur Synthese von grünem Ammoniak aus Windkraft oder Sonnenstrom.

Der norwegische Düngerkonzern Yara erwägt den Börsengang (IPO) seines Geschäftsbereichs Yara Clean Ammonia (YCA). Mit dem Kapital aus der Platzierung eines Minderheitsanteils soll das Wachstum der Yara-Tochter weiter vorangetrieben werden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Oslo mit.

Zur Vorbereitung des IPO hatte Yara seine Aktivitäten rund um „sauberen“ Ammoniak, der unter Einsatz erneuerbarer Energien produziert wird, bereits im Frühjahr 2021 in einer eigenen Einheit gebündelt. „Die Entscheidung, einen Börsengang von YCA zu prüfen, ist nun der nächste natürliche Schritt bei der Erweiterung des Geschäftsmodells“, sagte Yara-CEO Svein Tore Holsether.

Er sieht den weltgrößten Ammoniakhändler - unterstützt durch eigene Produktionsanlagen und Logistikinfrastruktur - „einzigartig positioniert“, um eine führende Position auch auf dem Markt für sauberes Ammoniak einzunehmen.

Auf „grünem“ Ammoniak ruhen bekanntlich hohe Erwartungen im Hinblick auf eine klimaneutrale Wirtschaft, wobei „grün“ auf den Herstellungsprozess hinweist. Im Gegensatz zu konventionell aus fossilen Energieträgern erzeugtem Ammoniak stammt die Energie zur Synthese von grünem Ammoniak aus Windkraft oder Sonnenstrom. Yara sieht für sein grünes Ammoniak Chancen, die Klimawende in schwer dekarbonisierbaren Sektoren wie der Schifffahrt oder der Landwirtschaft voranzutreiben.

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