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topplus Besser als Gold

Ackerboden extrem wertstabil - Preisanstieg nimmt kein Ende

Herbert Breker von der LWK NRW hat die Charts mit der Bodenpreisentwicklung neben die mit dem Goldpreis gelegt. Da es immer weniger Land gibt, steigt der Wert unaufhörlich.

Lesezeit: 2 Minuten

Die durchschnittlich gezahlten Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen sind in den meisten Bundesländern in den vergangenen Jahren stark angestiegen; gerade erst berichteten wir aus Nordrhein-Westfalen (NRW) über Preise um 1.400 €/ha.

Nach Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhten sich die für landwirtschaftliche Grundstücke gezahlten Durchschnittspreise (ohne Inventar und Gebäude) in den vergangenen Jahren von 2009 bis 2019 auf das 2,3-Fache. Zum Vergleich: Gold ist in der gleichen Zeitspanne nur um das 1,6-fache gestiegen, schreibt Herbert Breker von der Landwirtschaftskammer NRW.

Die Bodenwertentwicklung verlief in den einzelnen Regionen unterschiedlich. In Bayern stiegen die Kaufpreise für Acker- und Grünland zusammengenommen von 2009 bis 2019 auf das 2,6-Fache an, in Niedersachsen auf das 2,4-Fache, in Nordrhein-Westfalen auf das 2-Fache, in Mecklenburg-Vorpommern auf das 2,9-Fache und in Sachsen auf das 2,7-Fache.

In Baden-Württemberg verlief die Preisentwicklung etwas moderater, und zwar auf das 1,5-Fache der Werte von 2009, in Hessen und Rheinland-Pfalz auf das 1,4-Fache. In Schleswig-Holstein waren die Agrarlandkaufpreise 2019 auf das 1,8-Fache der Werte von 2009 angestiegen. In den alten Bundesländern insgesamt (ohne Stadtstaaten) lagen sie beim 2,1-Fachen der Werte von 2009, in den neuen Ländern (ohne Berlin) beim 2,6-Fachen, ausgehend von einem niedrigeren Niveau.

Und es geht weiter aufwärts

Es gibt genügend Preistreiber, die diesen Aufwärtstrend weiter aufrechterhalten, so Breker weiter. Der Flächenverbrauch durch Straßen- und Wohnungsbau, durch Klimaschutzmaßnahmen wie die Wiedervernässung von Mooren, aber auch durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen nimmt deutlich zu. Außerlandwirtschaftliche Investoren wie Kapitalfonds und Banken erwerben Land für den Bau von Anlagen zur Energiegewinnung aus Sonne und Wind. Bei diesen Investitionen spielt der Bodenwert eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Der Wert eines Produktionsfaktors wird über seine Knappheit bestimmt. Und Boden wird weiterhin immer knapper und teurer. So bleibt er eine interessante Kapitalanlage für Investoren, da Boden unvermehrbar und unbeweglich ist.

2022 wurden 0,32 % der LN ver- bzw. gekauft

Aktuelle Zahlen sind mit früheren Werten nur noch begrenzt vergleichbar wegen der Umstellung in der Statistik.

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