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BayWa in Insolvenzgefahr Ernte 2024 GAP-Vereinfachungen

topplus NRW zieht davon

Pachtpreise für Agrarflächen in letzten Jahren um 9 % gestiegen

Die Pacht landwirtschaftlicher Flächen zieht weiter massiv an. Vor allem in Nordrhein-Westfalen verzeichnete das Bundesstatistikamt das höchste durchschnittliche Pachtentgelt.

Lesezeit: 3 Minuten

Im Jahr 2023 hat das jährliche Pachtentgelt je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bundesweit durchschnittlich 357 € betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von 9 % gegenüber 2020 (329 €). 

60 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird gepachtet

Die insgesamt rund 16,6 Mio. ha landwirtschaftlich genutzter Fläche in Deutschland setzten sich in 2023 zu 60 % aus Pachtflächen (9,9 Mio. ha), rund 38 % selbst bewirtschafteten Eigenflächen der landwirtschaftlichen Betriebe (6,4 Mio. ha) und knapp 2 % unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhaltenen Flächen (276.800 ha) zusammen.

Der überwiegende Teil der gepachteten Flächen war Ackerland (69 %), gefolgt von Dauergrünland (27 %) und sonstiger gepachteter Fläche (4 %). Unter letzterer sind Flächen zu verstehen, für die keine klare Trennung zwischen Acker- und Dauergrünland angegeben werden konnte, sowie Reb- und Baumobstflächen oder Baumschul- und Gewächshausflächen. 

Große Unterschiede in den Pachtentgelten zwischen den Bundesländern

Bei den durchschnittlichen Pachtentgelten je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche waren deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern zu verzeichnen: Während im Saarland ein durchschnittliches Entgelt von 99 € veranschlagt wurde, betrug das Pachtentgelt in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 560 €.

Neben Nordrhein-Westfalen lagen auch in Niedersachsen (548 €), Schleswig-Holstein (460 €) und Bayern (415 €) die Pachtentgelte deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 357 €.

Wichtiger Hinweis: Es handelt sich hierbei um statistische Durchschnittswerte. Real liegen die Pachtpreise - insbesondere die in den letzten Jahren abgeschlossenen, für Ackerboden bei rund 1.000 €/ha. In einigen Regionen wie dem nordwestlichen Münsterland gehen sie auch weit darüber hinaus.

85 % der landwirtschaftlichen Betriebe sind Einzelunternehmen

Unterschiede gab es in der deutschen Landwirtschaft nicht nur bei den Pachtentgelten, sondern auch hinsichtlich der vorherrschenden Rechtsformen der Betriebe. Mit einem Anteil von 85 % stellten die 217.800 Einzelunternehmen die mit Abstand häufigste Rechtsform der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland dar. Davon wurden mehr als die Hälfte (55 %) im Nebenerwerb geführt.

Mit einem Anteil von 12 % waren Personengemeinschaften und -gesellschaften (30.970 Betriebe) sowie mit einem Anteil von 2 % Juristische Personen (6.240 Betriebe) als Rechtsform deutlich weniger verbreitet.

Dennoch bewirtschafteten Betriebe der Rechtsformen Personengemeinschaften und -gesellschaften sowie Juristische Personen zusammen im Durchschnitt mit 176 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche je Betrieb deutlich größere Flächen als Einzelunternehmen mit 46 ha je Betrieb. Dies führte dazu, dass Personengemeinschaften und -gesellschaften sowie Juristische Personen zusammen ungefähr 39 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland (6,5 Mio. ha) bewirtschafteten.

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