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Warum die Strohhaltung Familie Schulze-Ardey überzeugt

Knapp 1 600 Mastschweine stehen bei Familie Schulze-Ardey aus Bad Sassendorf in NRW auf Stroh und werden in Haltungsform 3 vermarktet.

Lesezeit: 3 Minuten

Bereits seit 2020 verkauft Familie Schulze-Ardey jährlich rund 4 200 Mastschweine als Strohschweine der Haltungsform 3 unter dem Programm „Bauernliebe“ vom Fleischhof Rasting. Vorher waren sie an Kaufland gebunden, entschieden sich aber für einen Wechsel zu Rasting, da dort der Bonus höher war und die allgemeinen Programmvorgaben besser zum Betrieb passten.

„Bei Rasting müssen wir nur 90 Tage GVO-freie Fütterung vorweisen, somit können wir auch Ferkel zukaufen, die gentechnisch verändertes Futter erhalten haben. Außerdem ermöglicht uns ein weiter Gewichtskorridor, dass wir die Schweine größtenteils ohne Abzüge vermarkten können“, so Junior Georg Schulze-Ardey. Der Bauernliebe-Vermarktungsvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das gibt Planungssicherheit, gerade in schwierigen Zeiten. Eine weitere Bedingung bei dem Programm ist die Teilnahme an der Initiative Tierwohl.

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Umnutzung möglich

Ein Großteil des Futters und des Strohs baut die Familie auf den hofeigenen Flächen an, lediglich im Frühjahr kauft sie Getreide zu. Die Tiere stehen in einem Altgebäude und zwei weiteren Ställen von 2004 und 2012.

Für Wilhelm Schulze-Ardey war bei der Entscheidung für den Stallneubau immer der Umnutzungsfaktor sehr wichtig: „Wenn es mal nicht mehr passt, können wir die Gebäude auch ohne große Umbaumaßnahmen anderweitig nutzen, zum Beispiel als Halle“. Die Ställe haben eine Offenfront mit Schiebetüren. Über diese regulieren sie, je nach Außentemperatur, die Zuluft. Im Sommer unterstützen Ventilatoren die Luftzirkulation. „Durch die hohe Deckenhöhe und die offene Längsfront ist das Klima im Stall für Mensch und Tier sehr angenehm“, so Christina Schulze-Ardey.

Nach jedem Durchgang entmisten

Etwa alle fünf Tage streut die Familie auf die wachsende Mistmatratze frisches Stroh nach. Entmistet wird, wenn alle Tiere verkauft sind. Dann öffnen sie die Offenfront und fahren direkt mit dem Teleskoplader in den Stall. Der Mist wird in einer benachbarten Biogasanlage vergoren. Das Gärsubstrat nehmen sie als Dünger zurück.

Die Tierkontrolle ist durch die Gruppengröße mit 90 Tieren zwar aufwendiger, aber durch die gute Übersicht vom erhöhten Kontrollgang gut durchführbar. Aber auch das Verladen der Tiere bedeutet mehr Arbeit als im konventionellen Betrieb. Die Schweine werden direkt vor dem Verladen sortiert, idealerweise mit zwei bis drei Personen.

„Wir sind insgesamt von dem Konzept überzeugt und würden so einen Stall wieder bauen. Dazu braucht es allerdings feste politische Vorgaben und eine langfristig gesicherte Vermarktung über den Abschreibungszeitraum der Ställe hinaus“, so der Junior.

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