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Antwort auf Kritik: Keine ausländischen Holzpellets in Kohlekraftwerken

Deutschland stellt seit Jahren mehr Pellets her als im Inland selbst verbraucht werden. Damit reagiert der Energieholz- und Pellet-Verband auf Medienberichte über einen starken Import.

Lesezeit: 2 Minuten

Aufgrund der hohen Holzverfügbarkeit werden in Deutschland seit jeher mehr Pellets hergestellt als hierzulande verbraucht werden. 2021 waren es mehr als 3,3 Mio. t, Platz 1 in Europa. Davon wurden rund 20 % exportiert.

Pellets werden auch nach Deutschland eingeführt – genauso wie beim Sägeholz und bei vielen anderen Konsumgütern des täglichen Lebens – weitgehend aus direkten Nachbarländern. In der Bilanz steht daher seit Jahren ein deutlicher Außenhandelsüberschuss.

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Mit diesen Infos reagiert der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) auf zahlreiche tendenziöse und oberflächlich recherchierte Medienbeiträge, insbesondere vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die darin kritisierten Länder liefern keine nennenswerte Pelletmengen nach Deutschland: Das gilt für Rumänien und Estland wie auch für die USA und Kanada.

Aus Sägeresten hergestellt

Holzpellets werden in Deutschland aus Resten der Sägewerke hergestellt, die Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verarbeiten. „Beim Einschnitt fallen rund 40 % des Stamms als Sägespäne und Hackschnitzel an, die mit wenig Energieeinsatz zu Pellets gepresst werden. Sie ersetzen fossile Brennstoffe“, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele.

Reststoffe aus den Sägewerken stellen rund 90 % des Rohstoffs für die über 50 Pelletwerke in Deutschland. Der Rest stammt aus Holz minderer Qualität, das im Sägewerk nicht verarbeitet werden kann. Für Pellets werden keine Bäume gefällt, da Bauholz zu wesentlich besseren Preisen vermarktet werden kann.

Nicht in Kohlekraftwerke

Anders als in Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden landen Pellets in Deutschland nicht in Kraftwerken als Kohleersatz. „Pellets werden in Deutschland komplett im kleinstrukturierten Wärmemarkt in modernen, effizienten und emissionsarm funktionierenden Zentralheizungen oder Kaminöfen als Ersatz für fossile Brennstoffe und Brennholz verwendet“, erklärt DEPV-Geschäftsführer und Diplom-Forstwirt Martin Bentele.

Der Experte plädiert dafür, die Kritik an der Waldbewirtschaftung und Pelletverwendung in anderen Ländern nicht auf Deutschland zu übertragen und keine falschen Zusammenhänge herzustellen, wie dies vor allem in Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zuletzt geschehen ist. Vielfach würden keine Recherchen zu den jeweiligen Eigenheiten der Märkte und rechtlichen Rahmenbedingungen betrieben. Auf dieser Basis sei keine differenzierte und seriöse Berichterstattung möglich.

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