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Initiative für Freiflächenanlagen

Baden-Württemberg will mehr Solarparks an Autobahnen

Laut baden-württembergischer Landesregierung gibt es bei ungenutzten Flächen an Verkehrswegen noch viel Potenzial zum Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem für Photovoltaik-Anlagen.

Lesezeit: 2 Minuten

Baden-Württemberg will die zahlreichen Flächen entlang der Verkehrswege für erneuerbare Energien nutzen. „Dieses Vorhaben verbindet Flächenschonung und Klimaschutz auf sinnvolle und vorbildliche Weise. In einem ersten Schritt möchten wir die ungenutzten Flächen entlang der Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg interessierten Energieversorgern zur Installation und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung stellen“, sagt Landesverkehrsminister Winfried Hermann.

VKU: "Weniger Widerstände"

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In Zusammenarbeit mit dem Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg e.V. (VfEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Landesgruppe Baden-Württemberg, wird eine Marktanalyse durchgeführt und das Interesse von Energieversorgern erhoben. Klaus Eder, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg, macht deutlich: „Entlang der Verkehrswege sind weniger Widerstände zu erwarten als andernorts.“

Torsten Höck, Geschäftsführer des VfEW, ergänzt: „Jede Kilowattstunde regenerativ erzeugter Strom zählt, wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen. Wir müssen die erneuerbaren Energien massiv ausbauen und dabei auch Flächen in den Blick nehmen, die bisher wenig Beachtung gefunden haben. Entlang der Bundes- und Landesstraßen gibt es viel Potenzial für Photovoltaik-Anlagen, das wir nutzen können.“

Knapp 15.000 km Bundes- und Landesstraßen

Energieversorger in Baden-Württemberg, die nicht über die zwei Verbände erreicht werden können, sind ebenfalls eingeladen, bis 30. April 2022 ihr Interesse zu bekunden. Dies ist formlos möglich unter Nennung der Lage und Größe der gewünschten Projektfläche, die auf bzw. an Flächen der Bundes- bzw. Landesstraße liegt, und ist per Mail an photovoltaik@vm.bwl.de zu übersenden.

Das Ministerium für Verkehr wird nach Eingang der Interessenbekundungen die entsprechenden Flächen prüfen und anschließend mit den Interessenten Kontakt aufnehmen.

In Baden-Württemberg gibt es rund 4.840 Kilometer Bundesstraßen und etwa 9.650 Kilometer Landesstraßen. Um die Potenziale zur solaren Stromgewinnung optimal ausnutzen zu können, ist die Ausrichtung und Lage der Flächen an Bundes- und Landesstraßen entscheidend. Beispielsweise kommen Böschungsflächen oder Lärmschutzbauwerke in Ost-Westrichtung maßgeblich in Frage.

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