Photovoltaik

Baustart für Deutschlands größten förderfreien Solarpark

Im brandenburgischen Werneuchen baut die EnBW auf einer Fläche von 164 Hektar ihren Solarpark „Weesow-Willmersdorf“ mit einer installierten Leistung von 187 Megawatt.

Auch der Energieversorger EnBW setzt auf förderfreie Solarparks. Knapp 26 Kilometer nordöstlich von Berlin im brandenburgischen Werneuchen baut der Konzern seit Montag (16. März) auf einer Fläche von 164 Hektar den Solarpark „Weesow-Willmersdorf“. Er soll noch im Jahr 2020 mit einer installierten Leistung von 187 Megawatt in Betrieb gehen. „Um die Erneuerbaren Energien und die Energiewende in Deutschland weiter voran zu bringen, brauchen wir Photovoltaik-Großprojekte wie dieses“, erklärt Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung der EnBW. „Der Solarpark ist unser erstes förderfreies Erneuerbaren-Projekt. Es ist zugleich ein Meilenstein der Photovoltaik in Deutschland und beweist die Marktreife dieser Technologie.“ Dazu tragen sowohl die Synergieeffekte aufgrund der Anlagengröße und die über 80 Prozent gesunkenen Kosten für Photovoltaik in den letzten zehn Jahre bei.

Regionale Wertschöpfung

Mehr als 40 Firmen sind im Auftrag der EnBW rund um den Bau des Solarparks beschäftigt. „Eine regionale Wertschöpfung ist uns wichtig“, so Güsewell. Die Stromeinspeisung erfolgt in drei 110-Kilovolt-Freileitungen der E.DIS Netz GmbH. Zwei neue Umspannwerke werden westlich und südwestlich des Parks in unmittelbarer Nähe der Hochspannungsleitungen gebaut. Aktuell verlegt die EnBW eine sieben Kilometer lange Kabeltrasse bis zu dem südwestlich geplanten Umspannwerk auf der Gemarkung Blumberg. Die knapp vier Kilometer lange Anbindung an das westlich vorgesehene Umspannwerk bei Börnicke erfolgt später.

Die rund 465.000 Solarmodule des Parks werden nach Süden ausgerichtet und bis zu einer Bauhöhe von etwa drei Metern in einem Neigungswinkel von 20 Grad auf die Unterkonstruktion installiert. Sie verteilen sich auf insgesamt vier Solarfelder, unterteilt durch das örtliche Wegenetz, das auch weiterhin öffentlich zugänglich bleibt.

Das Sonnenkraftwerk hat eine geplante Betriebsdauer von 40 Jahren. Daher wird auf sehr hochwertige und langlebige Komponenten und über die gesamte Betriebszeit auf umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen gesetzt.

Natur- und Artenschutz berücksichtigt

Eine eigens dafür beauftragte ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass sämtliche Bauarbeiten im Einklang mit der Tier- und Pflanzenwelt verlaufen und insbesondere das im südlich angrenzenden Naturschutzgebiet „Weesower Luch“ geschützt wird. Zum Projekt gehören neben den rein technischen Anlagen auch zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Arten- und Naturschutz. So wird die gesamte Fläche auf und um den Solarpark zu einem artenreichen Grünland entwickelt. Zusätzlich zur Extensivierung der Flächen werden Sträucher und Bäume gepflanzt, wie auch Hecken und Trittsteinbiotope angelegt, die eine natürliche Ergänzung zu dem angrenzenden Tier- und Pflanzenschutzgebiet bilden.

Die EnBW plant den Solarpark in Bauabschnitten in Betrieb zu nehmen. „Nach der vollständigen Inbetriebnahme und Abschluss aller Bauarbeiten wird die EnBW nächstes Jahr das Sonnenkraftwerk auch der Öffentlichkeit vorstellen“, verspricht Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik bei der EnBW.

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