CO₂-Preis

Bioenergiebranche begrüßt beschlossene Änderung im Emissionshandelsgesetz Plus

Der Bundestag hat den Gesetzesentwurf zum Brennstoffemissionshandelsgesetz beschlossen. Damit kommt die CO₂-Bepreisung. Nachhaltige Biokraftstoffe sollen bevorzugt werden.

Der Bundestag hat am Freitag (15.11.) das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) verabschiedet, das eine CO₂-Bepreisung für Kraftstoffe und Heizstoffe festschreibt. Damit will die Bundesregierung erstmals einen nationalen Emissionshandel für Brennstoffemissionen in den Sektoren Wärme und Verkehr einführen. Die Bioenergieverbände begrüßen die Klarstellung, dass nachhaltige Bioenergie von der Bepreisung ausgenommen sein soll.

Bioenergiebranche erfreut über Ausnahme

„Das BEHG ist für uns als Bioenergiebranche ein positiv zu bewertender Schritt für das Erreichen der Klimaziele“, freut sich Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, über die Einführung einer CO₂-Bepreisung. Für Emissionen aus biogenen Brennstoffen wird nun wie für alle erneuerbaren Energien ein Emissionsfaktor von Null festgelegt. Außerdem muss die Nachhaltigkeit der Biomasse entsprechend nachgewiesen werden. „Das begrüßen wir sehr als entscheidendes Signal für unsere Branche, die endlich für ihre Nachhaltigkeit anerkannt wird“, resümiert Rostek. Wichtig ist aus Sicht der Bioenergieverbände nun, dass die Nachhaltigkeitsanforderungen übereinstimmen mit den Regelungen, die bereits aus der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien, der RED II, hervorgehen. Nur so könne ein unnötiger bürokratischer Aufwand vermieden werden.

Daher fordern die Bioenergieverbände die Bundesregierung dazu auf, die Anforderungen an die Nachhaltigkeit der...

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Diskussionen zum Artikel

von Jens Geveke

0 muss ja auch nicht sein, denn CO2 kann man auf andere Weise wieder binden. Die Bilanz ist dann auch neutral. Aber 80-90% Gesamteinsparung müssen bis 2050 erreicht sein, damit man den Rest ausgleichen kann.

von Heinrich Albo

Weder Bio noch

regeneratve Energien verursachen 0 CO2.

von Jens Geveke

@Schmidbauer

Ihr Kommentar ist richtig, aber die andere Variante, jedes CO2 als CO2 im Sinne des Gesetzes zu bezeichnen, ist auch nicht richtig. Wenn ein Fahrzeug z.B. mit Biomethan betrieben wird, hat es natürlich einen CO2-Ausstoss, der wird aber vom Gesetzgeber nicht anerkannt, es kommt ja ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Postfaktische Festlegung

Wenn die Bioenergie durch fossile Energieträger (Treibstoffe für Traktoren, Elektromotoren etc.) betrieben wird, dann ist die Festlegung auf Null Emmission Augenwischerei. Auch muss man den CO2-Fußabdruck beachten, der bei der Herstellung der Anlagen entsteht! Hier zeigt sich mal ... mehr anzeigen

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