CO₂-Preis

Bioenergiebranche begrüßt beschlossene Änderung im Emissionshandelsgesetz Premium

Der Bundestag hat den Gesetzesentwurf zum Brennstoffemissionshandelsgesetz beschlossen. Damit kommt die CO₂-Bepreisung. Nachhaltige Biokraftstoffe sollen bevorzugt werden.

Der Bundestag hat am Freitag (15.11.) das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) verabschiedet, das eine CO₂-Bepreisung für Kraftstoffe und Heizstoffe festschreibt. Damit will die Bundesregierung erstmals einen nationalen Emissionshandel für Brennstoffemissionen in den Sektoren Wärme und Verkehr einführen. Die Bioenergieverbände begrüßen die Klarstellung, dass nachhaltige Bioenergie von der Bepreisung ausgenommen sein soll.

Bioenergiebranche erfreut über Ausnahme

„Das BEHG ist für uns als Bioenergiebranche ein positiv zu bewertender Schritt für das Erreichen der Klimaziele“, freut sich Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, über die Einführung einer CO₂-Bepreisung. Für Emissionen aus biogenen Brennstoffen wird nun wie für alle erneuerbaren Energien ein Emissionsfaktor von Null festgelegt. Außerdem muss die Nachhaltigkeit der Biomasse entsprechend nachgewiesen werden. „Das begrüßen wir sehr als entscheidendes Signal für unsere Branche, die endlich für ihre Nachhaltigkeit anerkannt wird“, resümiert Rostek. Wichtig ist aus Sicht der Bioenergieverbände nun, dass die Nachhaltigkeitsanforderungen übereinstimmen mit den Regelungen, die bereits aus der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien, der RED II, hervorgehen. Nur so könne ein unnötiger bürokratischer Aufwand vermieden werden.

Daher fordern die Bioenergieverbände die Bundesregierung dazu auf, die Anforderungen an die Nachhaltigkeit der...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Premium

Experten kritisieren den Entwurf zum geplanten Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Es könnte verfassungswidrig sein.

Die Nationalakademie Leopoldina fordert in einem Kommentar zum Klimaschutzpaket der Bundesregierung mehr Engagement und eine wissenschaftliche Begleitung der Klimaschutzpolitik.

Der von Klimakabinett vorgeschlagene Einstiegspreis für die CO₂-Bepreisung von 10 Euro pro Tonne ist aus Sicht von Sachverständigen zu niedrig, zeigte ein Fachgespräch in Berlin.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

Schreiben Sie Hinrich Neumann eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Jens Geveke

0 muss ja auch nicht sein, denn CO2 kann man auf andere Weise wieder binden. Die Bilanz ist dann auch neutral. Aber 80-90% Gesamteinsparung müssen bis 2050 erreicht sein, damit man den Rest ausgleichen kann.

von Heinrich Albo

Weder Bio noch

regeneratve Energien verursachen 0 CO2.

von Jens Geveke

@Schmidbauer

Ihr Kommentar ist richtig, aber die andere Variante, jedes CO2 als CO2 im Sinne des Gesetzes zu bezeichnen, ist auch nicht richtig. Wenn ein Fahrzeug z.B. mit Biomethan betrieben wird, hat es natürlich einen CO2-Ausstoss, der wird aber vom Gesetzgeber nicht anerkannt, es kommt ja schliesslich CO2 aus dem Auspuff. Damit können die PKW-Hersteller diese Methode nicht auf ihre Flottenbilanzen anrechnen und vernachlässigen daher diese Technik. Und wahrscheinlich ist es momentan im Gesetz einfacher, eine 0 zu erklären, als ein Wert von z.B. 20% fossile Anrechnung. Der Wert 0 ist auf jedenfall wensentlich näher an der Realität, als der Wert 100%.

von Erwin Schmidbauer

Postfaktische Festlegung

Wenn die Bioenergie durch fossile Energieträger (Treibstoffe für Traktoren, Elektromotoren etc.) betrieben wird, dann ist die Festlegung auf Null Emmission Augenwischerei. Auch muss man den CO2-Fußabdruck beachten, der bei der Herstellung der Anlagen entsteht! Hier zeigt sich mal wieder in eindeutiger Weise, wie weit sich Politik von der Realität und derWissenschaft entfernt hat! So, ihr dürft den Daumen runter drücken, ich vertrage es, wenn man das macht, man kann Wissen und Meinungen unterdrücken, aber nicht beseitigen. Denkt dran!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen