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Biogasbranche verlangt Anschlussregelung

Die Politik muss klare Signale zum Erhalt der Biogasbranche setzen. Ansonsten könnten viele Anlagen und Hersteller in den nächsten Jahren vom Markt verschwinden, befürchtet der Fachverband Biogas.

Lesezeit: 3 Minuten

Immer mehr Betreiber von Biogasanlagen erzeugen Strom flexibel und stellen sich damit auf die künftigen Herausforderungen im Strommarktein. Die Branche habe ihre Rolle und ihre Verantwortung als wichtige Säule der Energiewende begriffen, betonte der Präsident des Fachverband Biogase.V., Horst Seide, auf der Pressekonferenz des Verbandes im Rahmen der Agritechnica in Hannover heute (11.11.2015). Daher sei es wichtig, dass die Politik klare Signale für den Erhalt der Branche setzt. Die Firmen bräuchten jetzt Perspektiven für die nächsten Jahre. Da die steigende Nachfrage aus dem Ausland das Inlandsgeschäft nicht kompensieren kann, bauen die Hersteller immer weiter Arbeitsplätze ab.


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Aber auch für die bestehenden knapp 9.000 Biogasanlagensind Perspektiven nötig. Die ersten Anlagen fallen in fünf Jahren aus dem EEG heraus und benötigen eine schnelle Anschlussregelung.  Laut Seide überlegen viele Betreiber heute, ob sich eine Investition in die Biogasanlage noch rechnet oder ob sie heute schon kein Geld mehr in die Anlage stecken und sie dann demnächst zurückbauen sollten.  


Laut Fachverband sind in diesem Jahr rund 200 Biogasanlagen neu ans Netz gegangen. Die meisten davon waren jedoch Güllekleinanlagen mit einer elektrischen Leistung von maximal 75 Kilowatt (kW). Daneben gab es nur wenige größere Vor-Ort-Verstromungsanlagen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und Wirtschaftsdünger sowie Abfallvergärungs- und Biomethan-Einspeiseanlagen. In der Summe bringen es die Neuanlagen auf eine elektrische Leistung von 36 Megawatt (MW), wobei davon nur 19 MW tatsächlich zur Stromproduktion eingesetzt werden. 17 MW sind flexible Leistung, sie stehen bei Bedarf zur Verfügung und werden nicht permanent abgerufen. Der von der Bundesregierung vorgesehene „Deckel“ von 100 MWZubau pro Jahr wird damit bei weitem nicht ausgeschöpft. Der Fachverband erwartet daher, dass der Gesetzgeber jetzt nachsteuert. Denn der geringe Zubau von 19 MW reiche zur Finanzierung der Branche bei weitem nicht aus.


Aufgrund einer neuen Zählweise bzw. Interpretation von „Biogasanlage“, die jetzt sämtliche Anlagen plus Satelliten-BHKW als eigene Anlage wertet, ergibt sich für Ende 2015 eine Gesamtanlagenzahl von 8.928 mit einer Leistung von 4.177 MW. Davon wiederum sind 3.739 MW arbeitsrelevant, 438 MW sind flexible Leistung.


Der Fachverband hat auch noch einmal betont, dass die diesjährige Messe die letzte Agritechnica mit Biogasbeteiligung war. Von 2016 an findet die „Biogas Convention“ abwechselnd in Nürnberg oder Hannover statt – in den geraden Jahren sind alle Biogasaussteller in die Energy Decentral eingebunden, in den ungeraden Jahren werden Tagung und Fachmesse als "BIOGAS Convention & Trade Fair" in Nürnberg veranstaltet.

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