Güllevergärung

Gülle und Mist als Maisersatz: Neue Ideen für Biogasanlagen

Mit dem Thema Güllevergärung beschäftigten sich mehrere Vorträge beim 1. Teil der Online-Tagung „Heiden digital: Biogas aus Stroh, Gülle & Co.“

Inwieweit ist Gülle wirklich ein Ersatz für Energiemais? Und wie lässt sich der Wirtschaftsdünger am besten einsetzen: Frisch aus dem Stall, als Separat oder als Mist? Antworten auf diese Fragen lieferten am Mittwoch, 26. August, vier Vorträge bei der rund zweistündigen Webkonferenz „Heiden digital“. Die Tagung, die erstmals nicht im westfälischen Heiden, sondern virtuell stattfindet, ist in sechs Teile gegliedert. Teil 1 beschäftigte sich mit der „Zukunftsoption Wirtschaftsdünger: Technik und Umsetzung“.

Silo- und Futterreste sollten Gülle aufwerten

Rest- und Abfallprodukte aus der Landwirtschaft haben ein großes Potenzial für die Energieerzeugung, erläuterte Prof. Walter Stinner vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) aus Leipzig. Doch während es z.B. für Stroh vielfältige Nutzungsmöglichkeiten gibt, können nur Biogasanlagen Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Mist effizient verwerten. Das wäre gerade mit Blick auf die Ziele im Klimaschutzplan der Bundesregierung bedeutsam: Würde sich der Wirtschaftsdüngeranteil in Biogasanlagen von heute rund 30 % auf 50 bis 70 % erhöhen, könnten damit 2,8 bis 4 Mio. t CO₂ eingespart werden. „Das wäre knapp die Hälfte der in der Landwirtschaft möglichen Einsparungen“, unterstrich Stinner die Bedeutung der Wirtschaftsdüngervergärung.

Allerdings ist die Wirtschaftlichkeit der reinen Güllevergärung gering. Eine Güllekleinanlage mit 75 kW hat Stromgestehungskosten von 24 ct/kWh, wenn der Anlagenbetreiber Rindergülle einsetzt. Bei...


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