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Kartoffeln unterm Kollektor

Am 18. September 2016 weihten Wissenschaftler des Fraunhofer ISE am Bodensee die größte Agrarphotolvoltaik- Forschungsanlage in Deutschland ein. Unter den Photovoltaikmodulen bauen Landwirte Feldfrüchte an.

Lesezeit: 2 Minuten

In Heggelbach am Bodensee haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme (ISE) und andere Projektpartner Deutschlands größte Agro-Photovoltaikanlage eingeweiht. Mit der Anlage soll eine Doppelnutzung der Ackerfläche möglich werden: Produktion von Solarstrom und der Anbau von landwirtschaftlichen Kulturen.


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Die Anlage ist auf einer Fläche der Demeter-Hofgemeinschaft Heggelbach installiert. Dafür haben die Wissenschaftler eine Testfläche von insgesamt ca. 2,5 Hektar eingesetzt. Davon beansprucht die Agro-Photovoltaik (APV)-Anlage ein Drittel. Sie hat eine Größe von 194 Kilowatt (kW). Die bifazialen Photovoltaikmodule können nicht nur auf der Vorderseite Sonneneinstrahlung in Strom umwandeln, sondern über die Rückseite auch die reflektierte Strahlung der Umgebung aufnehmen.


Unter den in fünf Metern Höhe montierten PV-Modulen baut die Hofgemeinschaft in der Projektlaufzeit die vier Kulturen Weizen, Kleegras, Kartoffeln und Sellerie an. Auf dem übrigen Testacker hat das Projektteam eine Referenzfläche in der gleichen Größe, mit der gleichen Bepflanzung, aber ohne PV-Module, angelegt. Aus dem direkten Vergleich wollen die Wissenschaftler ableiten, welche Gemüsearten oder Feldfrüchte besonders für die APV-Anlage geeignet sind. Bis 2019 werden die Projektpartner die Pilotanlage gemeinsam betreiben. Im Sommer 2017 und 2018 ist jeweils Erntezeit unter der APV-Anlage in Heggelbach. Danach werden die Ergebnisse in den einzelnen Arbeitsgebieten ausgewertet und in einem gemeinsamen Abschlussbericht veröffentlicht.


Die Idee der Agro-Photovoltaik geht auf den Institutsgründer des Fraunhofer ISE, Prof. Adolf Goetzberger, zurück, der schon im Jahr 1981 in der Zeitschrift Sonnenenergie einen „Vorschlag für eine besonders günstige Anordnung für Solarenergieanlagen in Verbindung mit der landwirtschaftlichen Nutzung“ gemacht hatte.


Das Fraunhofer ISE will mit der Idee der Landnutzungskonkurrenz zwischen der Produktion von erneuerbaren Energien und Nahrungsmitteln begegnen. Weitere Partner am Projekt „Agrophotovoltaik – Ressourceneffiziente Landnutzung (APV-Resola)“ sind die BayWa r. e., die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), die Hofgemeinschaft Heggelbach, das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die Universität Hohenheim sowie der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben.

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