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Agrargipfel

Klima- und Insektenschutz: Biogas ist Teil der Lösung

Der Fachverband Biogas e.V. war im Gespräch mit Dr. Angela Merkel und Julia Klöckner beim Landwirtschaftsdialog in Berlin.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Bauern machen mobil. Als Reaktion auf die massiven Demonstrationen der vergangenen Wochen und Monate haben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zum Landwirtschaftsdialog eingeladen. Unter den 40 geladenen Verbänden war auch der Fachverband Biogas e.V. in Person von Horst Seide (Präsident) und Dr. Stefan Rauh (Geschäftsführer und Referatsleiter Landwirtschaft). „Wir sind Teil der Lösung für viele aktuelle Themen der Landwirtschaft“, betonte Horst Seide in dem Gespräch.

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Allein durch die konsequente Vergärung der in den deutschen Ställen anfallenden Gülle könnten über 7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Durch die natürlichen Abbauprozesse von Gülle in Güllelagern entsteht Methan, das von dort in die Atmosphäre entweicht. In Biogasanlagen wird dieses Methan aufgefangen und zu klimafreundlichem Strom und Wärme umgewandelt.

Die so vergorene Gülle kann darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Optimierung des Nährstoffmanagements beitragen. Sie ist nicht nur besser pflanzenverfügbar, sie kann in Biogasanlagen darüber hinaus aufbereitet und in Pelletform als wertvoller Dünger aus nährstoffreichen in Nährstoff ärmere Regionen transportiert werden, erklärte der Präsident.

Blühflächen für die Artenvielfalt

Er verwies auch auf die Potenziale von Biogas für die Artenvielfalt und damit für den Insektenschutz: „Mit Biogas haben wir die einzigartige Möglichkeit, Ökonomie und Ökologie zu verbinden. Verschiedene Blühflächen, die Insekten und anderen Tieren im Sommer Nahrung und Lebensraum bieten, können im Herbst noch geerntet und in Energie umgewandelt werden.“

„Viele Bauern sind bereit, ihren Beitrag für Klima- und Naturschutz zu leisten“, beteuerte Horst Seide, selbst Biogasanlagen-Betreiber und Landwirt in Niedersachsen. Die Politik sei nun gefordert, sowohl den rechtlichen als auch den finanziellen Rahmen zu setzen, dass dies für die Landwirte möglich ist.

Der Landwirtschaftsdialog war aus Sicht der beiden Fachverbands-Vertreter ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Jetzt hoffen wir, dass auf Worte auch Taten folgen, damit die Umweltleistungen der Landwirtschaft entsprechend honoriert und vergütet werden“, sagt Seide.

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