Biokraftstoffe

Klimaschutzgesetze fördern wieder heimischen Raps

Der Bundesverband Bioenergie zeigte am Montag in einem Pressegespräch, welche neuen Perspektiven die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung für Biokraftstoffe haben.

Mit dem am 21. Mai 2021 beschlossenen Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgas (THG)-Quote hat die Bundesregierung die Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED II - 2018/2001/EG) in nationales Recht umgesetzt. Zentraler Bestandteil ist der ambitionierte Anstieg der THG-Minderungsverpflichtung von heute 6 % auf 7 % im Jahr 2022 und schließlich auf 25 % in 2030. Gleichzeitig wird der vom EU-Recht vorgesehene Ausschluss von Biokraftstoffen aus Palmöl bereits auf das Jahr 2023 vorgezogen. Für das Jahr 2022 wird der Anteil Biokraftstoffe aus Palmöl auf 0,9 % begrenzt. „Dies stärkt die Nachfrage nach Rapsöl“, erläuterte Stephan Ahrens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) und Vorstandsmitglied im Bundesverband Bioenergie (BBE) am Montag bei einem Pressegespräch des Verbandes zur Biokraftstoffpolitik.

Künftig weniger HVO und mehr Rapsöl als Biodieselrohstoff

Die höhere Minderungsverpflichtung wurde laut BBE im Gesetzgebungsverfahren auch befeuert durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz. Das hat auch Auswirkungen auf den heimischen Rapsanbau. Im Jahr 2020 wurden hierzulande ca. 3 Mio. t Biodiesel und Hydriertes Pflanzenöl (HVO) für die Erfüllung der THG-Quote benötigt. Hiervon wurden schätzungsweise 1. Mio. t Biodiesel aus Abfallölen hergestellt. „Mit der Umsetzung der RED II in allen Mitgliedstaaten werden jedoch auch Beimischungsquoten für Bio-Kerosin...


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