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Massive Kritik an der Biogas-Förderung

Der Präsident des Thünen-Instituts, Prof. Folkhard Isermeyer, sieht in der Nutzung von Biomasse für die Energiegewinnung einen Irrweg. Biomasse werde künftig vor allem auch Rohstoffe in der Petrochemie ersetzen müssen.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Präsident des Thünen-Instituts, Prof. Folkhard Isermeyer, sieht in der Nutzung von Biomasse für die Energiegewinnung einen Irrweg. Biomasse werde künftig vor allem auch Rohstoffe in der Petrochemie ersetzen müssen. „Da bleibt nicht mehr viel Potential für Bioenergie“, sagte Isermeyer auf dem Forum „Möglichkeiten zur Optimierung der nachhaltigen Biomassenutzung unter Berücksichtigung der Ernährungssicherung“, zu dem das Landwirtschaftsministerium vergangene Woche nach Berlin eingeladen hatte.


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Wind und Sonne reichen aus


Im Strombereich seien auf lange Sicht Wind- und Sonnenenergie durchaus in der Lage, die regenerative Versorgung auch ohne Energie aus Biomasse zu sichern. Gebraucht werde Biomasse hingegen voraussichtlich für Biokraftstoffe in einigen Verkehrssektoren wie dem Schiffs- und Flugverkehr sowie in der chemischen Industrie.


„Wir müssen den Einsatz von Biomasse strategisch dorthin entwickeln, wo wir ihn tatsächlich brauchen“, forderte Isermeyer. Der Institutspräsident kritisierte in diesem Zusammenhang etwa die rund 2 Mrd. Euro, die derzeit in Deutschland für den Biogasbereich ausgegeben würden, der nur „relativ geringe positive Effekte auf die Klimaproblematik“ habe.


Geringer Nutzen


Auch eine Ausweitung der Flächen zum Anbau von Biomasse für Bioenergie in Deutschland beurteilte Isermeyer skeptisch: „Nichts gegen dezentrale Energieversorgungskonzepte, aber Berlin oder Hamburg mit Bioenergie zu versorgen, ist absolut illusorisch.“ Derzeit würden auf rund 20 % der landwirtschaftlichen Fläche nachwachsende Rohstoffe angebaut und mit Bioenergie rund 3 % des Energiebedarfs gedeckt. Selbst bei einer Steigerung auf 40 % der Anbaufläche könne man also nur von einem Beitrag zur Energieversorgung von rund 6 % ausgehen. „Das hat mit Versorgungssicherheit nichts zu tun“, so Isermeyer.

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