Silphie ist auf dem Weg zum Maisersatz

Im Rahmen eines von der Regierung in Oberfranken durchgeführten Projektes werden auf insgesamt 100 Hektar Fläche Silphiepflanzen angebaut und wissenschaftlich begleitet.

Die Becherpflanze Silphie ist eine innovative und gleichzeitig naturverträgliche Alternative zu herkömmlichen Energiepflanzen wie etwa dem Mais. Das ist das Ergebnis eines großflächigen Demonstrationsanbaus in Oberfranken (Bayern).

Von den Vorzügen der Pflanze überzeugten sich Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Umweltminister Dr. Marcel Huber bei einer Besichtigung des Projekts. Die beiden Minister waren sich einig: "Die Silphie ist eine außergewöhnliche Alleskönnerin. Das Grundwasser, die Artenvielfalt und die Böden profitieren von ihrem Anbau.“ Laut Kaniber bietet die Silphie gerade auf ökologisch sensiblen Flächen Vorteile, etwa für den Gewässer- und Insektenschutz.

Anbau auf 100 ha

Im Rahmen des von der Regierung von Oberfranken durchgeführten Projektes werden auf insgesamt 100 Hektar Fläche Silphiepflanzen angebaut. Die Eignung der Silphie als Alternative speziell zum Mais wird dabei unter fachlicher Begleitung durch das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) untersucht. Dabei würden sich vielfältige Vorteile ziegen, wie etwa ein besserer Erosionsschutz, weil die Pflanze dank ihrer dichten Wurzeln den Oberboden besser und ganzjährig schützt. Daneben profitiert die Artenvielfalt, denn ein Einsatz von Pestiziden und Herbiziden sei beim Silphie-Anbau nahezu nicht notwendig. Außerdem binde die Silphie als mehrjährige Pflanze die Nährstoffe besser, was das Grundwasser schone.

Die Nördliche Frankenalb wurde als Projektgebiet ausgewählt, weil sie die größten als Trinkwasser nutzbaren Grundwasservorräte Nordbayerns besitzt. Gleichzeitig werden in diesem Gebiet über 50 Biogasanlagen betrieben. Das Projekt läuft von 2017 bis 2022. Die Projektkosten werden vom Landwirtschafts- und dem Umweltministerium je zur Hälfte getragen.


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