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Stromlieferverträge bieten Chance für Altanlagen

Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy kann dank zahlreicher PPA-Verträge mit Altanlagenbetreiber den Windstromanteil im Strommix deutlich erhöhen.

Die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy hat zahlreiche Stromlieferverträge mit Altanlagenbetreibern abgeschlossen. Die Windpark-Betreiber verkaufen ihren Strom über so genannte "Power Purchase Agreements" (PPA) an Greenpeace Energy. Sie erhalten einen vertraglich vereinbarten Festpreis, durch den sie ihre Anlagen unabhängig von den Entwicklungen an der Strombörse wirtschaftlich weiterbetreiben können, teilt der Anbieter mit. Vorteil für die Verbraucher: Die beschafften Strommengen sind - anders als bei EEG-Strom - nachprüfbar als Ökostrom gekennzeichnet, ihre Herkunft lässt sich kraftwerksgenau bestimmen.

Windstromanteil steigt auf 53 %

Mit den neuen Verträgen wird Greenpeace Energy im kommenden Jahr laut eigener Prognose 260 Gigawattstunden (GWh) Windstrom beschaffen. Damit wird der geschätzte Wind-Anteil im Strom-Mix des Ökostromanbieters bei etwa 53 % liegen. Rund 100 GWh davon kommen aus deutschen Windparks, die keine EEG-Förderung mehr erhalten. "Wir leisten so einen doppelten Beitrag zum Klimaschutz, indem wir besonders viel wertvollen Windstrom anbieten und gleichzeitig ältere Windparks vor der Abschaltung bewahren", sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy.

Weitere Verträge in Planung

Hierfür hat Greenpeace Energy allein bei der Enercon-Tochter Quadra Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 80 Megawatt für eine Laufzeit von drei Jahren unter Vertrag genommen. Daneben liefern mehrere kleinere Windparks und Solaranlagen Ökostrom per PPA an Greenpeace Energy. Weitere langfristige Abnahmeverträge sind in Planung, so dass sich der Windstromanteil bei der Energiegenossenschaft sogar noch über die bisherigen Prognosen hinaus erhöhen könnte.

Bereits 2018 und 2019 hatte der Windstrom-Anteil im Strom-Mix von Greenpeace Energy über 50 % gelegen. Allerdings ist der gesamte Stromabsatz der Energiegenossenschaft aktuell wegen stark gestiegener Kundenzahlen deutlich größer als damals: Waren es 2018 noch insgesamt 384 Gigawattstunden, so dürfte sich der Absatz 2021 auf dann 488 GWh erhöhen.

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