Landesforsten im Dauereinsatz

Borkenkäfer befällt tausende Fichten im Harz

Im Harz wütet der Borkenkäfer. Förster befürchten dramatische Waldschäden in den kommenden Monaten.

Die Förster im Harz schlagen Alarm: Bei Braunlage sind mehrere Tausend Fichten von Borkenkäfern befallen und müssen gefällt werden. Neun Spezialmaschinen und 15 Arbeitskräfte sind mit den Baumfällarbeiten beschäftigt. Zahlreiche Wander- und Forstwege sind in den nächsten vier Wochen gesperrt. Revierförster Harald Laubner rechnet mit weiterem Befall, da die richtig warmen Monate ja erst kommen. Täglich würden seine Leute neue Bäume entdecken, in die sich der Buchdrucker bereits eingebohrt hat, sagte er dem NDR.

Laubner befürchtet dramatische Schäden in den kommenden Monaten. Extreme Trockenheit im vergangenen Jahr, wenig Niederschläge im Winter und die zuletzt hohen Temperaturen hätten die Fichten weiter geschwächt. "Inzwischen hat sich eine enorme Borkenkäfer-Population aufgebaut, die uns als direkter Nachbar zum Nationalpark voll erwischt", so Laubner. Daher arbeiten die Baumfäller jetzt auch an Sonn- und Feiertagen. Seit dem vergangenen Sommer mussten sie im Harz bereits 200.000 Fichten schlagen. Dieses Jahr dürften es noch mehr werden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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von Stefan Lehr

Lebensgrundlage

Man hat den Kaefern aber auch in den vergangenen Jahren auf vielfaeltigste Weise eine Lebensgrundlage geschaffen. Stichwort: Urwald, Restholz im Wald belassen, Totholzbestaende, etc. Jetzt kommt die Quittung fuer die ueberoekologische Bewirtschaftung von Kulturforsten.

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