Waldkrise

Koalition streitet über Kriterien für die Waldprämie

Eigentlich hatte sich die Koalition auf eine einmalige Flächenprämie für Waldbesitzer für 2021 geeinigt. Doch der Streit über die Kriterien für den Bezug hält an.

Es soll das größte Aufforstungsprojekt in der Bundesrepublik werden. Rund 500 Mio. € Waldhilfen will die Bundesregierung aus dem Corona-Konjunkturpaket als Flächenprämie auszahlen. Die Prämie soll zwischen 100 und 120 €/ha liegen. Der Bundestag hat gestern dafür erste Voraussetzungen wie die Datenweitergabe durch die Berufsgenossenschaften beschlossen. Doch ungeachtet dessen ist innerhalb der Bundesregierung weiter strittig, an welche Bedingungen die Auszahlung geknüpft werden soll, berichtet Agra Europe (AgE).

Reicht eine Zertifizierung?

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will die Ausreichung der Waldprämie an eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung etwa gemäß dem Paneuropäischen Forstzertifikat (PEFC) oder dem Forest Stewardship Council (FSC) knüpfen. Das sieht allerdings das Bundesumweltministerium (BMU) laut AgE weiterhin kritisch. Wer unter welchen Voraussetzungen antragsberechtig ist, soll in einer Richtlinie geregelt werden. Doch die befindet sich immer noch in der Abstimmung zwischen den Ministerien.

CDU/CSU drücken aufs Tempo

Derweil drängt der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert...


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