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Lob vom Jagdverband für neuen Entwurf zur Nationalen Waldstrategie 2050

DJV und weitere Verbände haben den Erstentwurf zur Nationalen Waldstrategie 2050 des BMEL stark kritisiert und eine Überarbeitung angemahnt. Der neue Entwurf weist deutliche Verbesserungen auf.

Lesezeit: 2 Minuten

Das Bundesagrarministerium hat seinen ersten Entwurf zur Nationalen Waldstrategie 2050 überarbeitet. Nach Ansicht des Deutschen Jagdverbandes (DJV) lässt dieser eine deutliche Verbesserung erkennen.

Die in dem Papier für die nächsten drei Jahrzehnte festgelegten Leitlinien bieten die Chance für innovative Ansätze auch zur Lösung des Jagd-Forst-Konfliktes. Im Kapitel "Waldentwicklung, nachhaltige Bewirtschaftung, Jagd" des überarbeiteten Entwurfs sind in Bezug auf Wildschäden Aspekte aus der Wildbiologie und die Notwendigkeit einer Lebensraumanalyse formuliert.

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Der DJV sieht im aktuellen Entwurf allerdings noch Verbesserungspotenzial. So ist das Instrument Wildtiermanagement, das neben der Jagd weitere Bereiche wie Erholung, Sport und Gesundheit verbindet, konzeptionell nicht verankert.

„Für eine nachhaltige Problemlösung in der Wald-Wild-Frage ist ein Wildtiermanagement entscheidend!“ so Dr. Wellershoff, DJV-Vizepräsident. Zudem wird der Lebensraumgestaltung mit Blick auf finanzielle Förderungen und Möglichkeiten im Zuge von Neuaufforstungen zu wenig Bedeutung beigemessen. Diese Punkte hat der Dachverband der Jäger im Rahmen seiner schriftlichen Stellungnahme heute gegenüber dem Bundesministerium nochmal verdeutlicht.

Stürme, Dürre und Schädlinge vernichten Wald - nicht das Reh

Der DJV und fünf weitere Organisationen hatten den Erstentwurf der Strategie im vergangenen Jahr abgelehnt und eine gemeinsame Stellungnahme beim Bundeslandwirtschaftsministerium abgegeben.

Nach Auffassung des Verbandes war der skizzierte Lösungsversuch eindimensional. Es fehlte eine fachlich korrekte Ursachenanalyse von Wildschäden. Die Autoren der Waldstrategie 2050 reduzierten Schalenwild auf die Rolle eines Störfaktors. Demnach wurde alleine die Jagd als Lösungsinstrument priorisiert, der Waldbau als Lebensraumgestalter im Sinne einer Wildschadensprävention nicht berücksichtigt.

In Zeiten des Klimawandels mit vermehrt auftretenden Schäden und dem damit verbundenen Verlust von Baumbeständen stellen Aufbau und Erhalt der Wälder in Deutschland eine besondere Herausforderung dar. Alle Nutzergruppen aus Forstwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Freizeit müssen daran beteiligt werden.

Wie in der Waldstrategie 2020 legt das BMEL in der Waldstrategie 2050 Leitlinien für den Natur- und Wirtschaftsraum Wald fest, mit dem Ziel, die diversen Schutz- und Nutzfunktionen der Wälder für die Zukunft zu sichern. Die nationale Waldstrategie hat keine Gesetzeskompetenz, sondern empfehlenden Charakter.

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