Düngeverordnung: "Man nähert sich an" Premium

Der 20%-Abschlag bei der Düngung in den roten Gebieten ist Hauptpunkt der Verhandlungen zur Verschärfung der Düngeverordnung. Beim gestrigen Bund-Länder Gespräch sprach sich eine Mehrheit dafür aus, diesen zu lockern und ihn nur noch betriebsbezogen anzusetzen. Eine wasserdichte Einigung der Bundesregierung gibt es aber trotzdem noch nicht.

Das Spitzengespräch zur Düngeverordnung im Bundeslandwirtschaftsministerium ist gestern ohne eine konkrete Einigung zu Ende gegangen. „Man nähert sich an“, lautete die Botschaft aus dem BMEL nach der Runde. Zum Kern der Verhandlungen zählt der bisher geplante 20% Abschlag von der Düngung in den roten, mit Nitrat belasteten Gebieten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will diesen nicht mehr schlag- sondern betriebsbezogen ansetzen und Ausnahmen davon für extensive Betriebe und für Grünland erreichen. Das Bundesumweltministerium dementierte gegenüber top agrar, dass es dazu bereits eine Einigung der Bundesregierung gebe.

Ländermehrheit für betriebsbezogenen Düngeabschlag?

Dennoch gibt es aus den Ländern seit dem Gespräch gestern das Signal, dass diese das BMEL dabei unterstützen. Laut der niedersächsischen Agrarminsiterin ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

"In den roten, mit Nitrat belasteten Gebieten."

CDU/CSU und SPD behaupten also, dass alle roten Gebiete mit Nitrat zu hoch belastet sind, vollumfänglich natürlich ! Ich erwarte Klagen ohne Ende, es steht zu viel auf dem Spiel.

von Dr. Willi Billau

Was ist mit dem Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion

Gestern macht man uns noch Hoffnung, dann werden Minimalkompromisse gemacht zum maximalen Schaden unserer Bauern. Ich hoffe inständigst, dass sich das, was man unseren Bäuerinnen und Bauern antut, an denen rächt, die uns das antun! Leider müssen wir, die das anders gelernt haben, immer mehr erleben, dass ideologische Debatten mit Wissenschaft, Wahrheit und Ehrlichkeit nicht zu gewinnen sind.

von Willy Toft

@Edelhard das reicht nicht, der Schaden geht gegen 500 €/ha

Wenn es so stringent durchgezogen wird, wie es die Bundesregierung im ersten Stepp vorgesehen hat! Die Verantwortung liegt bei der BRD, wenn nun Betriebe in großer Zahl ausscheiden müssen!

von Georg Summerer

korrektur: Überprpfung = Überprüfung

wenn man mal nicht nachliest

von Edelhard Brinkmann

Nachforschen den Nitratwert

Warum untersucht das Landvolk nicht einfach die Brunnen nach und setzt sich dann mit den Behörden auseinander. Einfach eine Gegenkontrolle machen, das machen andere große Verbände auch und lassen sich nicht einfach vorführen. Ansonsten den ganzen Vorstand des Landvolkes an die frische Luft gewöhnen. Kommt es so mit der Düngerverordnung kostet das so ca. 300,- Euro pro Hektar. Die Erzeugung von Lebensmitteln ist in den östlichen Ländern einfach billiger und man sieht's nicht wie's gemacht wird.

von Georg Summerer

Zeit zu handeln?

Die betroffenen Bauern in den roten Gebieten sollten eigenverantwortlich eine Überprpfung der Messbrunnen durchführen und den Behörden und Politikern Ihre Schlampereien unter die Nase reiben.

von Wilhelm Grimm

Der NABU bestimmt die Richtlinien der deutschen Agrarpolitik,

wenn nicht von unserer Basis entrüstete Stürme entfacht werden, Wind ist zu wenig,

von Christian Aukamp

Fachlich sinnfrei

man schafft hier Regelungen, die in unserem Nachbarland wegen Sinnlosigkeit abgeschafft wurden. Es geht nicht um fachliche Sinnhaftigkeit! Man erschlägt die Bauern mit unnötiger Bürokratie, die Umwelt wird nicht besser, - ja worum ging es eigentlich bei der Sache - achja, ganz wichtig ist ja, dass Brüssel mit einer seiner abstrusen, lebensfremden Verordnungen zufriedengestellt wird. Die Verschärfung der Neuen Düngeverordnung wird zum Rohrkrepierer des Jahres !

von Willy Toft

Ich hoffe inständig, dass auch "Fachleute" zu Wort kommen!

Eine hungrige Pflanze nur zu 80 % zu ernähren bedeutet, dass diese nicht die erforderliche Leistung und Eiweißbildung umsetzt! Da wirken Trockenheit und hohe Temperaturen dann noch extremer auf das Leistungsvermögen der Pflanze. Die Bundesregierung hat die Verantwortung für die DüV und die Landwirte, und kann sich da nicht herausreden! Wer vorher so ein Flickenteppich an kontaminierten Messstellen nach Brüssel meldet, darf sich jetzt nicht wundern, dass Brüssel hier Handlungsbedarf sieht!

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