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topplus Belgien/Afrikanische Schweinepest

ASP-infizierte Wildschweine auf dem Weg nach Frankreich unterwegs

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Belgien weiter auf dem Vormarsch und der für das Hausschwein so gefährliche Virus alles andere als unter Kontrolle. Die wallonische Regierung bestätigte am Mittwoch zwei ASP-Fälle bei am Wochenende zuvor geschossenen Wildschweinen außerhalb der bisher markierten Sperrzone. Nun ist Frankreich akut bedroht.

Lesezeit: 3 Minuten

Belgien wartet zu Jahresbeginn mit schlechten Nachrichten auf. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) weitet sich weiter aus in Richtung Westen nach Frankreich. Am Mittwoch bestätigte der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin, den Befund von zwei neuen ASP-Fällen bei zwei Wildschweinen, die außerhalb der bisherigen Sperrzone in der Provinz Luxemburg geschossen wurden.

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Die Afrikanische Schweinepest ist in Belgien noch nicht unter Kontrolle. Dies räumten die Brüsseler Behörden des wallonischen Landwirtschaftsministeriums als auch des föderalen Agrarministeriums am Mittwoch in Namur und Brüssel ein. Der Virus breite sich nach Westen aus, heißt es übereinstimmend und sei auf dem Vormarsch in Richtung Nachbarstaaten Frankreich und Luxemburg. „Die Behörden in Frankreich und Luxemburg sind entsprechend informiert worden“, teilte Collin in einem Pressecommuniqué mit.

Belgien will Bejagung verstärken und mehr Wildschwein-Abschüsse erzielen

Die bisher 65.000 Hektar umfassende Sperrzone soll nun ausgeweitet werden und ein Zaun von 15 Kilometer Länge in Richtung der französischen Grenze auf belgischer Seite errichtet werden. Es sind zwar erste Erfolge bei der Eindämmung der Seuche zu verzeichnen, aber die Lage ist alles andere als unter Kontrolle. Im östlichen Teil des Ausbreitungsgebiets südwestlich von Arlon in der Sperrzone nimmt die Zahl der infizierten Wildschweine zwar ab. Aber im westlichen Teil zwischen den Gemeinden Virton und Florenville - direkt an der Grenze zu Frankreich - breitet sich der Virus weiter aus, wie das wallonische Landwirtschaftsministerium bestätigte.

Gleichzeitig kündigte die wallonische Regierung vier Maßnahmen an, um eine Ausbreitung in die Nachbarländer Frankreich, und Luxemburg sowie auch Deutschland verhindern zu wollen.

Als erstes soll die Bejagung verstärkt werden. Nach den gezielten Wildschwein-Jagden in der Provinz Luxemburg am vergangenen Wochenende sollen im Januar noch zwei weitere und im Februar drei großflächige Wildschwein-Jagden angesetzt werden.

Als zweite Maßnahme hat die wallonische Regierung die Erlaubnis erteilt, dass mehrere Jagdgesellschaften jetzt auch zur gleichen Zeit jagen dürfen, um die Zahl der Jäger zu erhöhen. Diese Erlaubnis ist in der Praxis für die Jäger durchaus gefährlich. Denn bei gleichzeitigem Jagen zweier Jagdgesellschaften im gleichen Gebiet bestehe die Gefahr, dass unbeabsichtigt Kugeln der einen Jagdgesellschaft Mitglieder der anderen Jagdgesellschaft treffen könnten, gab der Jäger Christian Schöler im Interview mit dem belgischen TV-Sender RTBF zu bedenken.

Belgien errichtet Sperrzaun nach Frankreich und will Fallen aufstellen

Als dritte Sofortmaßnahme soll ein 15 Kilometer langer Zaun zwischen Virton und Florenville errichtet werden, um zu verhindern, dass Wildschweine die Grenze zu Frankreich passieren. Mit dem Bau des Zauns soll noch in dieser Woche begonnen werden.

Als vierte neue Maßnahme haben das wallonische und das föderale Landwirtschaftsministerium das Aufstellen von Wildschweinen-Fallen beschlossen. Damit verbinden die Verantwortlichen die Hoffnung, die Wildschweine aus ihren Rückzugsgebieten locken zu können.

„Das ist aber nicht einfach. Zumal die Treiber in dem Gebiet ihre Hunde nicht einsetzen dürfen“, gibt Schöler zu bedenken. „Wenn wir ihnen jetzt Fallen stellen, werden wir ihnen auf einer Freifläche Fressen auslegen, um sie anzulocken. Sehr wahrscheinlich werden sie so vor unsere Flinte kommen,“ hofft der Jäger aus Florenville.

Wie genau die Fallen für die Wildschweine aussehen und wo sie platziert werden, soll noch in dieser Woche bei einer Jäger-Versammlung mit Vertretern der wallonischen Regionalbehörde für Wald und Natur besprochen und festgelegt werden.

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