Agrargipfel

Bauer Willi frustriert: "Landwirtschaft ist der Politik egal"

Dr. Kremer-Schillings hat letztes Jahr beim Agrargipfel im Kanzleramt teilgenommen. Sein Fazit ist mehr als ernüchternd, er hat den Glauben an die Unterstützung von Regierung und Politik verloren.

Zum Jahreswechsel hat sich Dr. Willi Kremer-Schillings alias Bauer Willi einige Gedanken gemacht. Sein jüngster Blogeintrag auf www.bauerwilli.com ist sehr frustrierend. Hat der Verfechter einer faktenbasierten Landwirtschaft den Mut verloren? Die wichtigsten Aussagen aus dem Blog:

Zu Beginn seines aktuellen Eintrags zollt der Ackerbauer den tausenden Bauern Respekt, die in Berlin für den Erhalt der Landwirtschaft demonstriert hatten. Hier seien keine weltfernen Spinner auf die Straße gegangen, sondern handfeste Menschen mit einer soliden fachlichen Ausbildung und einer Verantwortung für ihre Betriebe.

Berlin habe einen Eindruck von dem festen, unbeirrbaren Zorn von Menschen gespürt, die wissen was sie leisten. „Die Demonstration wurde von der Basis organisiert, ohne die Lobbyverbände, die der Entwicklung, auch heute noch, ohne eine Antwort gegenüberstehen. Der DBV ist abgetaucht, unsichtbar, unhörbar. Seine Mitglieder sind enttäuscht, über den Stil, wie ihre offizielle Interessensvertretung in der Öffentlichkeit agiert. Dass man nun auf den fahrenden Zug aufspringen will macht es nur noch peinlicher. Die neue Bewegung könnte eine Wende markieren. Der Protest wirkt fast wie ein Hilfeschrei, das Land und die Landwirtschaft nicht zu vergessen“, schreibt Bauer Willi auf seiner Homepage.

Union entfernt sich von den Bürgern

Der Landwirt aus dem Rheinland beobachtet, dass sich der ländliche Raum derzeit von den etablierten Parteien abkoppelt, allen voran von ihrer bisherigen politischen Heimat, der CDU/CSU. Es öffne sich eine tiefe Kluft zwischen dem städtischen Publikum, den skandalverliebten Medien und den lauten NGO´s, die immer mehr die öffentlichen Meinung bestimmen, denen nun auch die Bundesregierung folgt.

Das von den Ministerinnen Schulze und Klöckner geschnürte Agrarpaket drückt den Landwirten den Hals zu, so Kremer-Schillings weiter. Teile der CDU/CSU-Fraktion seien darüber ebenso entsetzt wie die Bauern. „Frau Merkel machte aber, gemeinsam mit Frau Klöckner, in einem Meeting, dass sich „Agrargipfel“ nannte, unmissverständlich klar, dass sie nicht im Traum daran denkt, an der Politik irgendetwas zu ändern. Auf meine Bemerkung, dass 50 % der Landwirte Nebenerwerbslandwirte sind und sich die allseits so gepriesene Digitalisierung nicht leisten können, antwortete sie sinngemäß: Digitalisierung ist nun mal der Trend und daran werden sich auch die Nebenerwerbslandwirte anpassen müssen“, erinnert sich Bauer Willi, der am Gipfel im Kanzleramt teilnahm.

Auch sonst habe sie signalisiert, dass ihr die deutsche Landwirtschaft ziemlich egal sei. Dass Kanzlerin Merkel zu Beginn des Tages von der großen Bedeutung der heimischen Landwirtschaft sprach, habe er ihr nicht abgenommen. Es sei einfach zu offensichtlich und zu übertrieben gewesen, meint Kremer-Schillings. Überhaupt seien auf dem „Agrargipfel“ nur wenige Vertreter derjenigen Menschen zu finden gewesen, die auch auf den Demonstrationen waren und die tatsächlich Angst um ihre Zukunft haben müssen.

In seinem Blog schreibt Bauer Willi dann noch über die Medien, die seiner Meinung nach versuchen, die Bauern „kaltzustellen“. Und der CDU/CSU nehme er nicht mehr ab, an der Seite der Bauern zu stehen. Er habe den Eindruck bekommen, die Regierung entferne sich immer weiter vom Volk. Auch die Stammwähler der CDU würden sich wohl von ihrer Stammpartei abwenden.

An nachträgliche Änderungen am Agrarpaket oder der Düngeverordnung glaubt Kremer-Schillings nicht mehr. Die CDU/CSU bereitet sich seiner Meinung nach auf die Große Koalition mit den Grünen vor. „Die Energiewende geht ihren Gang und wir sehen kopfschüttelnd zu, wie Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen importiert wird. Die Verkehrswende hin zu E-Mobilität geht am Bedarf der Kunden vorbei, die Automobilindustrie baut schon mal Stellen ab.“

Bauern als Wähler unbedeutend

Der Rheinländer muss mit Bedauern feststellen, dass die wirtschaftliche Bedeutung und die Wählerstimmenmenge so gering geworden sind, dass sich kaum jemand Karrierenachteile wegen der Bauern einhandelt. Das Agrarpaket werde eiskalt durchgezogen und auch durch den Agrargipfel habe sich daran nichts geändert.

„Jammern bringt nichts. Wir müssen heute nüchtern feststellen: Außer einem Besuch bei der Kanzlerin haben wir nichts erreicht. Sie hat die Themen, die die demonstrierenden Bauern auf die Straße gebracht hat, neutralisiert. Jede weitere Demonstration wird daran vermutlich nichts ändern. Und die grünen Kreuze können wir auch wieder reinholen. Es interessiert niemand, ob wir unsere Höfe erhalten wollen. Glauben Sie auch denjenigen nicht, die ihnen das weismachen wollen. Es sind Rattenfänger“, so Kremer-Schillings ernüchtert.

Er rät seinen Berufskollegen inzwischen dazu, ihren Kindern alle beruflichen Wege offen zu lassen und ihnen den Druck zu nehmen, den Hof mal übernehmen zu müssen. Der Staat werde jedenfalls nicht mehr stützend zur Seite stehen. Wer künftig Landwirtschaft betreiben will, sei auf sich allein gestellt und müsse scharf rechnen, ob sich das noch lohnt. 2020 gelte es für die Bauern, der Realität ins Auge zu blicken.


Diskussionen zum Artikel

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von Reiner Matthes

Sorry, nur Aktionismus

Straßenbäume und / oder Feldhamster: sind nett und kommen bei Wählern gut an. Helfen aber leider beim großen Problem Erderwärmung so gut wie nix. Kommt denn keiner auf die Idee endlich was für den Regenwald am Amazonas oder in Indonesien zu tun ? Verdammt noch mal, da ist die Lunge der Welt. Für den Preis eines blöden Straßenbaumes kann man mindestens einen Hektar Urwald kaufen und den darin lebenden Ureinwohnern auch noch ein Handy mit Satellitempfang in die Hand drücken: Sobald sie eine Motorsäge hören sollten, Alarm geben. Elektroautos und Weltklima: Wenn weltweit alle ausländischen Autos "Gasoline Guzzlers=Benzinsäufer" gegen VW Diesel (oder vergleichbare Common Rail Technologie anderer Hersteller) getauscht würden, würde der Verbrauch an Erdöl sofort weltweit halbiert. Damit wäre schnell etwas gegen die Erderwärmung getan.

von Anton Heukamp

Die "Rattenfänger" haben Hochkonjunktur, das zeigt die aktuelle TopAgrar Umfrage zu dem Wahlverhalten der Bauern. Das ist keine langfristige Lösung. Die Bundesregierung muss bereit sein, Fehler in dem Umgang mit uns Landwirten einzugestehen, mit Herrn Aeikens' Abgang ist das Jahr erstmal positiv gestartet. Die Vorbereitungen für Schwarz/Grün sind abgeschlossen, die Parteien haben sich lieb. Von dieser Geschlossenheit müssen wir Bauern weiter lernen und uns gemeinsam, fachlich sowieso und medial professioneller aufstellen. Der DBV hat besonders Letzteres derart unprofessionell betrieben, dass uns grüne Splittergruppen überbordend determinieren. Danke DBV für deine jahrzehntelange (professionelle!) Jammerkommunikation.

von Thomas Schaffner

Nichts mehr liefern

Dann wird es Zeit, mal eine Woche, oder länger, keinerlei ldw. Produkte abzuliefern. Des weiteren ein Jahr lang keine Investitionen zu tätigen. Mal schauen, wie darauf reagiert wird?

von Dieter Hagedorn

Realitäten

Ich traf Bauer Willi neulich auf einer Veranstaltung in Detmold, wo er mit seinen Vortrag und seiner Kritik an allen glänzte. Rhetorisch ein amüsanter Abend. Was ich aber vermisse sind Gangbare Gegenvorschläge. Ich gebe zu, das sich der Bauernverband langsam bewegt, aber er muss ja auch viele unterschiedliche Betriebsinteressen bündeln, und dieUnterschiede in der BRD sind groß. Das Treffen bei der Kanzlerin wurde mir mit den Worten ... es herrschte eine offene Atmosphäre und .... die Kanzlerin war sehr gut vorbereitet und lies nicht nur vortragen, sondern war im Thema beschrieben. Das an sich ist bestimmt kein Zeichen von Geringschätzung oder Aufgabe. Es wurde wohl auch gesagt, das die DVO nicht aufzuhalten sei, was der politischen Realität entspricht, es sei denn wir wollen die EU negieren. Dann bitte ich aber auch die Folgen für die Landwirtschaft zu beachten, ich denke das Experiment sieht auch in England nicht so gut aus. Letztlich haben wir einen schmerzhaften Prozeß, den auch andere Wirtschaftszweige haben und hier muss die Frage einfach erlaubt sein, ob dieser Wegbruch des Mittelstandes, die Basis unseres Wohlstandes, richtig ist und wie eine Gegensteuerung möglich sein könnte. Hier sollten wir vielleicht Verbündete suchen, nicht nur wir haben mit einer Auflagenflut und Bürokratismus zu kämpfen. In 40 Jahren Berufserfahrung habe ich gelernt das es ein weiter so nicht gibt, sondern das ich ständig nachjustieren mußte, letztendlich auf grund der Bevölkerungsdichte in meiner Region in den Zuerwerb.

von Martin Kluthe

(Land)Wirtschaft ist der Regierung egal

Nicht nur die Bauern, sondern die gesamte Wirtschaft ist Merkel vollkommen egal. Sie versteht davon weder etwas, noch müssen wir uns wundern. Die Frau hat die Vernichtung der BRD im Sinne und kommt damit in grossen Schritten weiter. Angeblich kann sie ja nicht so dumm sein - dann ist es Absicht

von Georg Keckl

mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

bitte realistisch mit kleinen Schritten vorwärts oder rückwärts zufrieden sein, mehr war nicht zu erwarten: https://www.ava1.de/blog/freier-kommentar-von-georg-keckl-hannover-25102019-n275

von Hans Merk

Daß Willin den Nagel auf den Kopf trifft wissen wir alle

aber wie damit umgehen? Warum lassen wir uns immer wieder von einem Verband alter Männer die nur ihre eigene Selbstversorgung im Kopf haben verkaufen. Hier müssen die Jungen endlich aufräumen. Warum halten wir uns an Regeln die unsere Vernichtung zum Ziel haben. Warum fordert ein Berufsverband nicht alle Dokumentation zu unterlassen und Kontrollen zu verweigern. Wir sollten bei jeder Kontrolle mit 200 Mann im Hof stehen und dadurch das Ganze unmöglich machen ohne daß der Besitzer die Kontrolle verweigert. So oder so ähnlich, durch Verweigerung haben wir evtl. eine Chance. Auch Medien lieben Rebellen. Was wir zu verlieren haben? Nicht mehr als so auch. Wenn wir uns nicht ändern und so weitermachen, nach dem Motto Ruhe ist des Bürgers erste Pflicht, werden nur gaaanz wenige überbleiben - als Deppen der Nation. Glaubt doch nicht daß es euch besser geht wenn ihr der einzige Betrieb in der Gemeinde seit! Hab mal gedacht die AfD würde Wind in die Sache bringen. Glaube die Einzigen die derzeit noch reelle Politik machen ist die FDP!

von Klaus Jensen

Nicht bange machen lassen....

immer weiter....!!!!

von Rudolf Rößle

Bezug

@Klaus Fiederling Ich bezog es auf ihre Aussage, das zu produzieren was der hungrige Energiemarkt nachfragt. Nicht auf ihren Betrieb. Sorry, wenn sie meine Aussage falsch interpretieren und ich mich nicht verständlich ausgedrückt habe. Ich wollte damit nur sagen, dass wir uns auch auf andere Produkte wie Nahrungsmittel spezialisieren können, wenn dort der Gewinn/ ha wesentlich höher ist.

von Johann Blankenbühler

Die Deutschen Politiker haben schon lange die Realität zum Volke verloren!

Über 70 Jahren Frieden und die Politiker haben die Realität zur Bevölkerung verloren, machen sich nur noch ihre fetten Taschen voll! Wie vor über 2000 Jahren, wie auch bei den Alten Römer hatten die Politiker nach dem Prinzip ihre Politik ausgerichtet Brot und Spiele um das Volk still und Gehorsam zum machen. Aber das haben sie jetzt aus den Augen verloren und folgen nur noch den NGO

von Klaus Fiederling

Werter Herr Rudolf Rößle,

Sie bringen die Ausschreibung von Blumenwiesen und eine damit einhergehende Finanzierung durch Privatpersonen mit meinem Namen in Verbindung. Wie kommen Sie dabei auf meine Person? Eine solche Aktion wurde von mir zu keinem Zeitpunkt initiiert und ich gedenke das auch zukünftig nicht zu tun!

von Gerhard Lindner

Verwunderlich, wie uneins sich die vielen Kommentare sind. Ich selbst bewundere Bauer Willi nicht nur für sein Engagement der letzten Jahre, sondern auch für dieses ehrliche Statement. Hatte er nicht erst vor kurzem für uns alle ein Treffen mit Frau Klöckner und anschliessend mit Frau Merkel? Dies hat er sich als der Ansprechpartner für die Landwirtschaft erarbeitet, indem er immer auf ehrlichen und offenen Dialog setzte. Die Zusammenfassung dieser beiden Treffen und das Ergebniss, natürlich aus seiner Sicht, traut er sich wenigstens, im Gegensatz zu vielen anderen, dies öffentlich mitzuteilen. Ich bedauere zutiefst, indem er derzeit Hilflosigkeit von Seiten des Staates sieht und die Landwirtschaft schweren Zeiten entgegen gehen sieht. Tatsache ist, es herscht totaler Frust bei allen Landwirten und viele denken über den Ausstieg nach, leider auch bei uns bleibt dieses Thema nicht aussen vor, aber es ist schwer, derzeit diesen ach so schönen Beruf LANDWIRT, positiv an unsere nächste Generation weiterzuvermitteln. Dies muss man leider so akzeptieren. Aber wenn die deutsche Politik keine Nahrungsmittel mehr aus deutschem Lande benötigt könnten wir ihnen heute bereits aufzeigen, wie es morgen aussehen würde, wenn man keine Produkte mehr zur Verfügung stünden. Vielleicht wäre dies mal eine Überlegung wert.

von Guido Müller

Wer ist ...

"Stellungnahme von Eckehard Niemann 13. November 2017Landwirtschaft, PolitikAbL, AGRAR-HINWEISE, Eckehard Niemann, Wir haben es satt, Wir machen Euch satt, Bernhard Barkmann Eckehard Niemann erklärt seinen Rücktritt bei der AbL" XXXXX Seine Stellungnahme habe ich gelesen. XXXXX Auszug: "...Ich bin aber zunehmend besorgt darüber, dass sich die AbL in wichtigen Bereichen von einer bäuerlichen Interessenvertretung zu einem bloßen Teil der Natur- und Umweltschutz-Szene entwickelt. Ziemlich weit entfernt von den Bauern hat sich die AbL mittlerweile z.B. bei konventionellen Ackerbauern und auch bei Weidetierhaltern in der Frage der Regulierung von Wolfsbeständen. Im Bio-Bereich würde ich mir ebenfalls eine konsequentere Interessenvertretung von Bauern gegenüber bestimmten Entwicklungen wünschen – so zum Beispiel zur immer schwächeren Marktstellung der Biobauern innerhalb des Biosektors..." XXXXX Wir sitzen ALLE!!! in einem Boot, ob große Betriebe, Kleinbetriebe, Biobetriebe oder Nebenerwerbsbetriebe. Jede Art der Betriebsform hat ihre Berechtigung. Die jetzige Politik vera....t alle und weiß, dass wir unsere Produkte nicht auf Dauer irgendwo zwischenlagern können.

von Guido Müller

Landwirtschaft wird unterwandert

Ich suchte nach: Martin Hofstetter XXXXXXXXXXXX Martin Hofstetter (*1961) ist Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace. Nach einem Landwirtschaftsstudium und diversen Zwischenstationen ist Martin seit 1998 für Greenpeace Deutschland in verschiedenen Positionen tätig. Seit 2014 arbeitet er in der politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin als Political Advisor für das Thema Biodiversität. XXXXXX Warum die EU-Agrarpolitik dringend reformiert werden muss Von Martin Hofstetter in Kategorie: Landwirtschaft //// "Artenschwund, belastete Gewässer, massenhaftes Tierleid bei gleichzeitigem Höfesterben kleinerer und mittlerer Bauernhöfe. Es muss sich dringend etwas ändern in der Landwirtschaft. Zusammen mit anderen Verbänden hat Greenpeace umfangreiche Vorschläge..." XXXXX Es steht Greenpeace frei, selbst in die Lebensmittelproduktion einzusteigen um ihre Ideen zu verwirklichen. Aufgebende Betriebe gibt es genug. Man braucht nur den "Greenpeace"-Blog aufrufen und erkennt, dass Greenpeace alle möglichen weltweiten Probleme anprangert - das war es aber auch. Hier gilt wirklich: Meckern, anprangern, meckern, Berufsgruppen denunzieren, aber selbst nichts tun. Die Forderungen von Greenpeace (Keinlandwirtschaft) stehen konträr zu den Zukunftsideen der Bundeskanlerin. XXXXX " Greenpeace-Studie: Ressourcen schonende Landwirtschaft kann Deutschland ernähren HER MIT DEM GUTEN LEBEN! Schweine, die im Matsch wühlen, Obst ohne Pestizide, Blumen am Ackerrand. Kurzum: eine bessere Landwirtschaft. Das geht nicht? Doch, hier ist die Anleitung – für ganz Deutschland. XXXXX "Den Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beschreiten: Zuzana Pastorková betreibt einen Bio-Bauernhof in der Slowakei - im Einklang mit der Natur ohne den Einsatz von Chemikalien." XXXXXX Sollte dies nicht der Artikelschreiber hier sein, entschuldige ich mich.

von Guido Müller

Knall nicht gehört

Ich habe nach "Philipp Braendle" gesucht und bin auf AbL gestoßen. XXXXXXXX Bäuerinnen und Bauern fordern: Machen Sie ernst, Frau Merkel, stoppen Sie den Klimawandel jetzt! XXXXXXXXXXXXX Am 20. September tagt das Klimakabinett in Berlin. Und in New York wird der UN-Klimagipfel vorbereitet. Zu diesem Anlass rufen zahlreiche Bäuer*innen, Waldbäuer*innen, Imker*innen, Winzer*innen, Gärtner*innen und Schäfer*innen gemeinsam mit #FridaysForFuture und #AllefürsKlima zur Beteiligung am „Aktionstag für das Klima“ auf. Auch wenn viele Bäuerinnen und Bauern nicht streiken werden können, weil das Wohl ihrer Tiere...." XXXXX "...Einführung einer wirksamen CO2 –Steuer sowie weiteren konkreten und verpflichtenden Maßnahmen, um die Ziele zu erreichen..." XXXXXX XXXXX Wenn so der Zusammenhalt in der Landwirtschaft aussieht, wundert mich nichts mehr!!!! Die Landwirtschaft wird immer an zweiter Stelle genannt, wenn es um die CO"2-Verursacher geht. Hier gräbt eine bäuerliche Organisation dem eigenen Berufsstand das eigene Grab! XXXXXXXXXXXX "...In der AbL haben sich sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Bauern und Bäuerinnen zusammengeschlossen, wobei die Mehrzahl der Betriebe im Bereich der kleineren und mittleren Größenklassen anzusiedeln sind. Ferner zählen zu den Mitgliedern Menschen anderer Berufsgruppen, die sich als Verbraucher, Umwelt- oder Tierschützer oder als entwicklungspolitisch Engagierte für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft einsetzen. XXXXXXXXXXXX Diese Organisation muss im Schlaf Ohrstöpsel tragen, da sie den Knall nicht gehört hat!!! XXXXXXXXXXXXXX "Wir machen Politik und Gesellschaft ein Angebot Bis 2035 werden wir in Deutschland flächendeckend umwelt- und klimaschonenden Ackerbau praktizieren und unsere Nutztiere artgerecht halten." XXXXXXXXXX Das sind Traumtänzer, die noch an politische Streicheleinheiten glauben.

von Claus Mahnken

An Martin Hofsteter

Bleiben Sie sachlich ,auch wenn es Ihnen schwerfällt.Die Agrarsubventionen machen nur 7 Prozent aller Subventionen des Bundes aus, und das für eine Branche,die für die Ernährungssicherheit der Bevölkerrung sorgt , die Landschaft pflegt und Arbeitsplätze bietet. .

von Hans-Peter Mahler

Hallo Herr Martin Hofstetter

Da sie hier schon Kommentare schreiben, können sie uns ja auch gleich erklären wie zukünftig, die auf totale digitale Überwachung ausgelegte Landwirtschaft, die Frau Merkel den letzten noch nachbleibenden Betrieben verpassen will aussehen soll? Ich kann man mich noch so vage erinnern das selbst die Volkszählung, in den80ern bei den Grünen schon ein Eingriff in die Persönlichkeit war!

von Rudolf Rößle

Blumenwiesen

@KlausFiederling Nachfrage nach Angesagtem Weiß jemand von Euch ,ob die ausgeschriebenen Flächen für Blumenwiesen von Privatpersonen finanziert worden sind?

von Christian Bothe

@Niemann

Ihre Gegenargumentation zu Bauer Willi ist ziemlich daneben! Wir brauchen weder einen Gesellschaftsvertrag,noch eine Agrarwende und Energiewende(so wie es das Musterländle BRD macht).Die LW weiß, was zu tun ist und das haben unsere Landwirte zur Genüge bewiesen.Gearbeitet wird dort schon immer nach guter fachlicher Praxis unter Nutzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse(Gentechnik, sparsamer Einsatz von PSM,Tierwohl usw.),wenn der Staat und die EU es zulassen...Die wichtigste Aufgabe ist eine effektive LW mit intensiver Tierproduktion und diese ergebnisorientiert, um davon existieren zu können.Das ist schwer genug, da der Verbraucher möglichst billig(Flyer) Nahrungsmittel in hoher Qualität im LEH einkaufen möchte.Wie Tiere gehalten werden, wissen die wenigsten, man folgt dem Mainstream und dem momentanen Hype mit Fingerzeig auf die bösen Umweltverschmutzungen der LW und den „armen“ Nutztieren in Käfigen und Ställen...H.Niemann,Ihr Kommentar zu Bauer Willi in allen Ehren aber Sie liegen damit falsch, denn was Dr.Kremer-Schillings angeschoben hat und im Blog begleitet,ist richtig und notwendig ebenso wie die Aktionen von LsV,um der Administration in Berlin und Brüssel mal zu zeigen, was für eine geballte Kompetenz in den Landwirten vorhanden ist und sie auf jegliche Bevormundung verzichten können!Das sollten auch Sie als Agrartheoretiker(bin nicht sicher, ob Sie mal einen Betrieb geführt haben?)wissen und zur Kenntnis nehmen.

von Willy Toft

Bauer Willi weiß, was viele Bauern schon ahnen, die Politik nimmt keine Rücksicht mehr, nur ....

der Mainstream wird noch ausgelebt, und wenn es die Existenz vieler Betriebe kostet! Einer verwöhnten Gesellschaft kann man nie genügen. Jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf gejagt, damit der Pegel an negativen Nachrichten stets gehalten wird. Wir Bauern wollen nur am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, der oft genug von den Bauernfamilien in den Dörfern gestützt wird! Dies gilt es für die Politiker zu bewahren, denn wenn das Rückgrat auf dem Lande fehlt, wird das gesellschaftliche Leben dort auch zurückgehen.

von Rudolf Rößle

Industrie

wird bei Forschung und Entwicklung stark finanziell unterstützt und entlastet. Ein großer Teil der Dienstleistungen/ öffentlicher Dienst/Beamtenapparat sind im Prinzip Steuersubventionen. Wir müssen uns Schritt für Schritt mehr Marktmacht erarbeiten. Hier kann uns die digitale Welt sehr hilfreich sein. Politik will die Industrie fördern, da dort wieder die Steuergelder fließen. Wir Bauern sind ein Bindeglied des Geldflusses. Solange das funktioniert ist ein Umdenken seitens der Politik nicht unbedingt notwendig.

von Eckehard Niemann

@ Martin Beck - Expertise des Thünen-Instituts zum Zucker-Außenschutz der EU

Das Ende der Zuckerquote und mögliche Folgen Expertise Mengenbeschränkungen und hohe Zölle für Importe haben die EU-Zuckerindustrie fast fünf Jahrzehnte vor Konkurrenz geschützt. Mit dem Ende der Quote für Zucker und Isoglukose kann nun jeder in der EU so viel Zucker verkaufen, wie er will. Welche Folgen hat das? (...) Unverändert bleibt der Außenschutz. Auf Zuckerimporte aus Nicht-EU-Ländern werden außerhalb von bereits bestehenden Handelsabkommen nach wie vor hohe Zölle erhoben.

von Eckehard Niemann

@ Martin Beck: Die EU hat (noch) einen recht wirksamen Drittlands-Außenschutz!

Wissenschaftler der Uni Hohenheim: „Die höchsten Zölle erhebt die EU auf die US-Exporte von Rindfleisch (64%), Milchprodukten (47%), Reis (21%), Zucker (19%) sowie Schweine- und Geflügelfleisch (15%)“. https://www.rentenbank.de/dokumente/Die-Positionierung-Deutschlands-in-der-Internationalisierung-der-Agrar-und-Ernaehrungswirtschaft-2016.pdf

von Hans-Peter Mahler

Mitlesen

Da kann man doch mal sehen wer hier alles Top Agrar aboniert! https://blog.greenpeace.de/autor/martin-hofstetter

Anmerkung der Redaktion

Auch die Bundes- und Landespolitiker, die sich mit Landwirtschaft und ländlichen Räumen beschäftigen, lesen top agrar; dazu die Fraktionen, Verbände, Wissenschaftler, Berater, Unterstützer und Agrarkritiker. Daher kommt Ihre Meinung bzw. die Stimmung in der Branche schon an den entsprechenden Stellen an.

von thies kruse

Druck erzeugt Gegendruck

Es ist gut, mal eine Standortbestimmung durchzuführen, 1 Etappe , die Landwirtschaft macht deutlich, das sie mit der Politik, deren Maßnahmen, die auf verkehrten Meldungen und verdrehten Tatsachen basieren nicht einverstanden ist. Macht, versucht der Bauernverband Bauernbund und andere Berufsvertretungen übrigens auch schon lange, ist nicht in jedem Bereich erfolgreich gewesen, ...................... 2 Etappe Antwort der Politik diesen Herbst , eisern pocht sie auf die alten Zöpfe, Druck, Entschlossenheit, basierend auf falschen Daten, sachlich verdrehte Ökozahlen. Siehe Rote Gebiete , Wahl der Brunnen, Krefeldstudie, Meldung von Wölfen, 166 statt 1430 , der war gerade bei uns, ................. 3 Etappe Wir müssen erkennen, das sich noch nichts geändert hat, das auch ein Optimist wie Bauer Willi mit seinem Bekanntheitsgrad alleine nichts wird. ............. Wenn wir etwas ändern wollen, sind Daten und Fakten zu erstellen, alles muß auf den Tisch, wie die Politik es fordert, Sie hat uns sogar damit ausdrücklich beauftragt, evtl. in der Hoffnung, das wir uns dabei auseinanderraufen? Resignieren bevor wir anfangen? Machen wir eine Roadmapp, und fangen wir an sie zu gehen, einige sind schon dabei, viele können in kürzester Zeit dazu beitragen. 4 Etappe in 2020 werden erneut wie alle 4 Jahre Brunnenergebnisse nach Brüssel gemeldet,nur über unsere Tische, sie selbst können es nicht alleine................... Der Insektenschwund soll von den Landwirten kommen, warum werden die Hinweise der Schädlichen Mobifunkstahlung nicht berücksichtigt. Das BFS und BMU und die Strahlenschutzkommision freuen sich schon auf die Ratspräsidentschaft 2020 und wollen dort die Sicherheit der Menschen berücksichtigen bei dem weiteren Ausbau der Frequenzen. weder im Insektenprogramm noch in der Agenda für die Ratspräsidentschaft wird auch nur einmal das Wort Insekten Pflanzen Tiere erwähnt. ........................... Eine Studie aus Göttingen aus 2018 schließt mit den Worten : "Die kleinfeldrige Strucktur Westdeutschlands ist mit einer ökologischen Wirtschaftsweise gleichzusetzen, das sollte die EU und die Politik in Zukunft stärker berücksichtigen, wenn man Arten und Mengen von Insekten und Pflanzen bewertet"......Es wird anerkannt, das die Logistische Leistung, kleinfeldrig zu wirtschaften sehr teuer ist, in konventionel einen sehr hohen Beitrag für Artenvielfalt und Arterhaltung bringt, so das dort weitere Erschwernisse überflüssig sind. ............Ein Bundesjagdverband müßte beurteilen können, ob mehr als 300 oder 600 oder 1300 Wölfe für die Arterhaltung notwendig sind. Er wird sicher federführend in kürzester Zeit einen Vorschlag machen können, der dem EU Recht genügt, wir können nicht warten, bis irgenjemand dazu mal würfelt................ 5 Etappe, wenn wir diese und weitere Themen aufgearbeitet haben , wie sie von Frau Klöckner und Frau Merkel aufgetragen und gewünscht sind, stehen wir im Januar 2021 evtl alleine auf der Grünen Woche, weil viele in der Schmollecke sitzen, den es wir die 4 Klärstufe und vieles andere anzusprechen sein. .... Alles was man macht hat Auswirkungen, seit 10 bis 20 Jahren hat Politik sich in der Ökonische rekrutiert um Landwirtschaft zu machen. Das Ergebniss kann jeder selbst beurteilen, ich bin nicht zufrieden, ich meine wir müssen mit Sachargumenten alternativen aufzeigen machen, und auf den Weg bringen.

von Martin Beck

Kommentar Herr Niemann

Sehr geehrter Herr Niemann, Ihre Kommentar habe ich gelesen. Ein Schulterschluss mit anderen EU Ländern? Höhere Preise für Agrarprodukte? Bäuerliche Landwirtschaft? Die von mir formulierten Fragen setzen allesamt voraus dass wir in der EU über einen Aussenschutz verfügen müssten, der funktioniert. Wie wenig das bereits jetzt funktioniert kann man an der unterschiedlichen Haltung zu Zuckerrüben entnehmen. Auch trägt der Import US amerikanischen Rindfleischs, welches sicher NICHT Ihren Vorstellungen von bäuerlicher Landwirtschaft entspricht zu höheren Preisen bei. Fast alle landwirtschaftlichen Betriebe, da sind auch 2000 Hektar Betriebe gemeint, sind Kleinunternehmen. Wohlgemerkt bewirtschafte ich so viel Land nicht. Bedenken Sie immer, dass um gesellschaftliche Ansprüche unserer Nachfolgegeneration erfüllen zu können müssen mindestens drei Familien davon leben können. Das so, dass man mindestens einen unternehmerischen Vergleichslohn, Risikoausgleich und Kapitalverzinsung erzielt. Ist das bei Ihrem Wunschbild gewährleistet? Oder müsste da ein Ei 2,90 Euro kosten? Rechnen Sie bitte nach kaufmännischen Grundlagen. Das Ergebnis dürfte spannend werden...

von Gerd Uken

@ Henken

Eine Anmerkung noch dazu: Siko Mansholt( Bauernjunge) hatte damals den Plan immer ausreichend Nahrungsmittel für die EU Bevölkerung....jetzt heißt der Bauernjunge Franz Timmermanns und der verdreht das ganze jetzt mit dem Green Deal ins Gecenteil. Alles was bislang gelaufen ist war nicht die richtige Adresse die heißt nämlich Brüssel und da hinter verstecken sich alle: Carola von Schouten, Julia Klöckner usw. Timmermanns bekommt demnächst Besuch von Französischen, Belgier, Niederländer und deutschen Bauern. Der Ton wird rauher Bislang war alles nur Ablenkungsmanöver Wenn alle ihre Hosen runterlassen müssten u. Bezug auf Nitrat im Grundwasser aber auch Stickstoffeintrag dann wären nicht nur die Bauern die Schuldigen. Einzig der BER käme günstg dabei weg weil der ziemlich neutral noch ist-:)! Das geeinte Europa ist noch ganz weit weg das bekommt man mit wenn. Man nach NL schaut...... geeinigt haben sie sich auch in Nl noch nicht.

von Eckehard Niemann

Die bisherige Strategie von "Bauer Willi" scheint gescheitert...

Wenn "Bauer Willi" frustiert ist, dann sagt dies erstmal viel aus über das Versagen des Weges, den er mit seiner Internetseite beschritten hat: Dauer-Anklagen gegen VerbraucherInnen und BürgerInnen, die gefälligst als Individuen ihr individuelles Kaufverhalten ändern sollten. ----- Gleichzeitig fehlen bisher bei "Bauer Willi" praktikable Wege eines dauerhaft gesicherten gesellschaftlichen Bündnisses in Form eines Gesellschaftsvertrages (zunächst national, aber in enger Abstimmung mit wichtigen Agrar-EU-Ländern wie Dänemark, Niederlande, Frankreich) : für einen Pflanzenbau mit Fruchtfolge-Vorgaben oder -Anreizen und mit deutlich (!) weniger Pflanzenschutzmitteln und für eine artgerechtere Tierhaltung in umweltverträglich-bäuerlichen Strukturen. Und dieser Umbau ist abgesichert durch die Finanzierung des Umbaus. Ergebnis: gesellschaftliche Akzeptanz (Bauern eben nicht allein und verlassen) + "Klasse statt Masse" mit systembedingt niedrigeren Angebotsmengen und überproportional höheren Erzeugerpreisen (mehr Preis- als Kostensteigerung). ----- Um diese anstehende "Agrarwende" zu diffamieren, macht "Bauer Willi" jetzt auch noch einen Rundumschlag gegen Energie- und Verkehrswende. Originalzitat "Bauer Willi": " Die CDU/CSU bereitet sich auf die Große Koalition mit den Grünen vor. Die Energiewende geht ihren Gang und wir sehen kopfschüttelnd zu, wie Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen importiert wird. Die Verkehrswende hin zu E-Mobilität geht am Bedarf der Kunden vorbei, die Automobilindustrie baut schon mal Stellen ab." ---- Lieber "Bauer Willi": Vielleicht erstmal selbstkritisch die eigene politische Linie überprüfen??

von Gerd Schuette

Danke Herr Fiederling

von Christian Bothe

Zitat Hofstetter...

„Sorry, aber ich bin echt genervt, wenn ich ausgerechnet bei top agrar (das ich ansonsten sehr schätze) solche Meldungen unreflektiert lesen muss.“ Ach H. Hofstetter, glauben Sie mir wie oft ich in den letzten Jahren als Leser (seit 1990) von Ihnen und Ihren Vereinen, Greenpeace,den Grünen,Tierschutzverein,UBA,Äußerungen von Klöckner, Schulze und Co.genervt wurden bin???Aber die Top Agrar macht halt ihren Job(den gut)und veröffentlicht eben auch viele Meinungen und Meldungen,welche mir auch nicht immer passen. Trotzdem finde ich Ihr Zitat zur Top Agrar unpassend!

von Christian Bothe

@Brändle

H.Brändle, Ihren letzten Nebensatz kann sogar ich unterstützen! In der LW zu arbeiten, ist ein schöner Beruf und über Jahrhunderte haben sich die Bauern den Herausforderungen gestellt und dieses in Gottes freier Natur. Das Sie den Beitrag von Bauer Willi als "Gejammer"bezeichnen, zeigt mir wieder mal Ihre Unerfahrenheit in dem Beruf und so ist dann auch Ihr Kommentar zu entschuldigen. Sie sollten sich einfach mehr mit dem Inhalt beschäftigen und dann argumentieren. Von den Aktionen des LsV, den Grünen Kreuzen etc.haben Sie doch schon gehört oder???

von Klaus Fiederling

Werter Herr Pehle,

Warum empfehlen Sie einer Berufskollegin lautstark, den Mund zu halten!? Wir leben in einer freiheitlichen Demokratie, wo eine gesittet freie Meinungsäußerung jedes Einzelnen eine Selbstverständlichkeit darstellen sollte, selbst wenn diese der eigenen nicht unbedingt gleichkommt. Wenn mich nicht täuscht, produziert Frau Wosnitzka Milch und hat in diesem Sektor -wie andere ihrer Mitstreiter auch- mit mannigfaltigen Problemen erheblich zu kämpfen. Wieso stellen Sie das in Abrede!? // Wer als Bauer mit seinem Dieselross auf die Straße zum Demonstrieren geht, sollte über diese Art und Weise der Meinungszensur weit hinaus sein!

von Phillip Braendle

Nur gejammer!

Herr Krämer-Schillimgs beschränkt sich malwieder nur aufs jammern und anklagen. Dabei hat er laut seinem Blog den Anspruch „Lösungswege zu suchen „ und in den Dialog zu treten“. In meinen Augen erweist er mit seinen permanent negativen und düstern Äußerungen unserem Berufsstand einen Bärendienst. Zum Glück gibt es auch Bäuerinnen und Bauern mit konstruktiven Ansätzen, die deutlich machen das es bei allen Herausforderungen und Schwirigkeiten auch wunderschön ist in der Landwirtschaft zu arbeiten!

von Bernhard ter Veen

irrwitzig...

wie ein vom Fuchs aufgeschreckter Hühnerstall...so wie sich einige "Berufskollegen" ,oder als was auch immer sie sich vorgeben, hier mit der Meinung der anderen umgehen. Dieser Berufsstand wird niemals geeint mit einer Stimme sprechen. Den "einen" geht es ums Überleben des eigenen Betriebes, den "anderen" nur noch um "gehört zu werden", ohne Rücksicht auf die Verluste der anderen. Jeder ist sich selbst der Nächste... Die zurückliegende Politik des "Wachsen´s oder weichen´s" - grösser, schneller, weiter- hat sich VOLL durchgesetzt. Auf biegen und brechen mehr und noch mehr als mein Nachbar... Manche sind erst zufrieden wenn die anderen weg sind. Und genau darauf setzen die "Strippenzieher" und Lobbyisten der Politik. Zerfleischt euch selbst - umso einfacher werden wir den Klotz(Landwirtschaft) am Bein der INDUSTRIE los. Die paar Betriebe die noch da sind fallen genau darauf rein. ...gib einem einen Managerstuhl, Schlips und eine Peitsche damit er die Untergebenen antreibt. Wie im tiefsten Mittelalter. ...

von Klaus Fiederling

Wir Bauern können mehr - wir Bauern können Zukunft!

Ja, dieser Frust hat sich spürbar breit gemacht; das ist kaum mehr zu übersehen. Beherrschen lassen sollten wir uns davon aber nicht, sondern vielmehr weit eher beherzt nach vorne blicken. Dazu gehört für mich, das eigene Schicksal unternehmerisch kampfesgestählt selbst in die Hand zu nehmen, und mein Glück nicht von anderen bestimmen und abhängig machen zu lassen. Klingt vielleicht überheblich, ist es aber nicht; denn wenn etwas für mich unmissverständlich glasklar feststeht, so ist das die Tatsache, dass, wer sich auf die Politik verlässt, plötzlich komplett alleingelassen ohne schützenden Schirm im strömenden Regen steht. // Halten wir also eigenständig Ausschau nach eben jenen Innovationen, die ein hungriger Markt nachfragt -zu nennen ist hier u.a. das gigantische Bedarfsfeld ENERGIE in Zeiten des unbeirrt voranschreitenden Klimawandels- wo Ökonomie und eine weitgehende Ökologie auf unseren Höfen durchaus zu veeinen sind; im Gleichklang von Mensch, Tier und Natur. - Warum lassen wir uns fortwährend von unseren Kritikern dahingehend noch immer extrem verunsichern!?

von Christian Bothe

@Hofstetter

Ich kenne Sie zwar nicht und scheinbar haben Sie nicht viel mit der praktischen LW aufgrund Ihres Kommentars am Hut. Das was Bauer Willi kompetent darlegt, ist Fakt! Welcher Volkswirtschaftszweig wie die LW mit Pflanzenbau und der Tierproduktion ist in den letzten Jahren so vom Staat und der EU trotz enormer Investitionen reglementiert wurden???Jahrzehntelange Erfahrungen von Bauerngenerationen werden vom Staat,NGOs und anderen Vereinen über Bord geworfen.Für was wird die LW in den Medien nicht alles verantwortlich gemacht?? Auch Sie H. Hofstetter werden durch die LW und NGW am „Leben“erhalten...Und deshalb sind die Bewegungen LsV und die Initiativen von Bauer Willi richtig!!!

von KBV Demmin

Schwere Wege

sind das, die der Berufsstand gegangen ist und weiter gehen muss. Ich zolle Bauer Willi hohen Respekt für sein Engagement und seine Unermüdlichkeit.... aber hat er wirklich geglaubt, "Politik machen" sei so einfach? Ich weiß, das der Bauernverband an dieser Stelle -auch von Bauer Willi- oftmals (z.T. auch durchaus berechtigt) harsche Kritik für seine (Un-)Tätigkeit erhalten hat. Politik so zu beeinflussen, dass nicht nur zugehört, sondern auch verändert bzw. gestaltet wird, ist eben doch mehr als ein Nebenjob und von (leider) vielen Misserfolgen begleitet. Dennoch, aufgeben sollten wir alle nicht!! Ausdauer, Beharrlichkeit und EINIGKEIT sind die stärksten Waffen, die wir noch haben.

von Joachim Pehle

@Wosnitza

Sehr geehrte Frau Wosnitza, ich habe das schon mal hier im Forum geschrieben: Ich war in Bonn/Hamburg/Berlin... ich war dort nicht alleine... auch nicht mit zufällig dort getroffenen Berufskollegen,- sondern mit Mitstreitern organisiert dort hin. SIE SEHEN DAS FALSCH, wenn Sie (wieder mal) NUR DIE SCHLECHTEN PREISE als Grund für den Unmut sehen. Gut, ich bin Schweinemäster und habe aktuell kein Recht zum Stöhnen. Aber vor einem Jahr sah das bei uns genau anders aus. Dennoch ist damals die Landwirtschaft nicht auf die Straße gegangen. Legen Sie doch mal Ihre Brille mit den schwarz-bunt/rot-bunten Flecken ab. WIR SIND AUF DIE STRASSE GEGANGEN, WEIL DAS AGRARPAKET DAS FASS ZUM ÜBERLAUFEN GEBRACHT HAT. UND ZWAR FÜR ALLE BETRIEBSFORMEN! Der ökologische Gemüsebauer kommt mit der Düngeverordnung genauso wenig klar wie der konventionelle Bewirtschafter in einem Naturschutzgebiet mit Insektenschutzauflagen wie der Tierhalter mit der Novelle der TA Luft wie... ... die Liste ist leider unendlich verlängerbar. JA,- AUCH ICH HABE MEINE PRODUKTION AUSGEDEHNT,- ABER NIEMALS HAT MICH DER BAUERNVERBAND DAZU ERMUNTERT! Ich wollte für mich/unseren Betrieb/meine Nachfolger gerne einen neuen Stall haben, einen moderneren Arbeitsplatz. IHR WUNSCH ZU SPALTEN IST KONTRAPRODUKTIV. Ihr guter Vorschlag fürs neue Jahr: "Augen auf..." möchte ich IHNEN UND ANDEREN, DIE DIE EINIGKEIT GEFÄRDEN, GERNE ABÄNDERN: "... AB UND ZU MAL MUND ZU!..." - so, nun haben wir uns wieder lieb und kämpfen gefälligst gemeinsam für die gemeinsame Sache!

von Hans Spießl

Bauer Willi Kremer-Schillings hat recht

das die Bauern abgewickelt werden hat mir vor Jahren schon ein politischer Unterhändler der Union versucht beizubringen. Die Nitratproblematik die im Grunde kein wirkliches Problem ist (sieh doch nur wie die Grünen damals im Kosovo mit abgereicherten Uran die Gegend dort kaputt gemacht haben) wird jetzt als Auslöser genutzt neben anderen Maßnahmen die Bauern arm noch ärmer zu machen. Gleichzeitig wurden und werden die Jungbauern in den staatlichen Bildungseinrichtungen zur freiwilligen Versklavung erzogen....... es sollten nur Flächenauffangbetriebe geschaffen werden, zeitlich gesehen max eine generation.. die dann von Konzernen übernommen werden können (deshalb Digitalisierung damit bei Übernahme alles da ist) der Verbrecher und ehemalige KTG Vorstand Ulf Hammerich hat mir vor Jahren schon wörtlich gesagt - heute Verhandeln wir im Osten - morgen dann auch im Westen...... Bauern die das Rentenalter noch nicht erreicht haben werden dann für Verbrecher und Konzerne arbeiten je nach ihren Fähigkeiten angefangen vom Hofknecht, Schlepperfahrer bis hin zu Geschäftsführer oder Betriebskontakter ( die Saubären der Konzerne ) um weitere Bauersleute mit in den Absturz zu bringen........ diese Konzerne haben dann alle Informationen, Kontostände, sogar zugriff auf die daten in den Buchführungsdiensten der Bauern neue Länder ist es ja heute schon so - da geben private Buchführungsdienste ja die Zahlen der Kunden heute schon an die Konzern Helfer weiter - verkaufen sozusagen ihre Kunden - hab ich selber erlebt.....

von Martin Hofstetter

Könnt ihr eigentlich noch was anders als Klagen?

Sorry, aber kaum ein Wirtschaftszweig wird so stark ökonomisch wie politisch gestützt wie die Landwirtschaft (siehe BMEL Haushalt/Alterskasse; Direktzahlungen, rechtliche Sonderregelungen von Agrardiesel, Umsatzsteuer bis zum landwirtschaftlichen Erbrecht, Außenschutz an EU Grenzen für wichtige Agrarprodukte etc.) Es gibt sogar ein eigenes Ministerium, einen Agrarkommissar, eigene Ausschüsse im Parlament etc. für einen relativ kleinen Wirtschaftszweig. Und ja, für diese Sonderbehandlung gibt es auch viele gute Begründungen. Wer hier aber nun pauschal behauptet, Politik wäre Landwirtschaft egal hat den Schuss nicht gehört oder jammert auf ganz hohem Niveau! Auf jeden Fall schüttet er Öl ins Feuer, viele Landwirte fühlen sich durch solche Aussagen in ihrem aktuellen Frust bestätigt. Sollen die jetzt der AFD in die Hände getrieben werden? Natürlich stehen gewaltige Veränderungen an. Aber das die Anstehen ist doch nicht vom Himmel gefallen. Sondern da wurden auch 20 Jahre lang vieles verschleppt. Wenn Bauer Willi nun seinen Berufskollegen rät, ihren Kindern alle beruflichen Wege offen zu lassen und ihnen den Druck zu nehmen, den Hof mal übernehmen zu müssen, dann ist das erstmal sehr vernünftig. Wenn er aber behauptet: "Der Staat werde nicht mehr stützend zur Seite stehen. Wer künftig Landwirtschaft betreiben will, sei auf sich allein gestellt" der sollte mal in anderen Wirtschaftszweigen, die vor gewaltigen Veränderungen stehen, arbeiten gehen. Sie würden sich wundern. Sorry, aber ich bin echt genervt, wenn ich ausgerechnet bei top agrar (das ich ansonsten sehr schätze) solche Meldungen unreflektiert lesen muss.

von Kirsten Wosnitza

Man muss Bauer Willi empfehlen,

Selbst ins Auge der Realität zu sehen. dAnn wird er feststellen, dass die wirtschaftlich schwierige Situation und damit oft fehlende Perspektive (vor allem auf tierhaltende Betrieben) der Bauern Ergebnis einer Politik in der Vergangenheit und nicht der Zukunft ist. Genau diese Politik wurde vom Bauernverband, den Verbänden der Ernährungsindustrie und Verarbeitung ganz genau so gewollt und intensiv befördert. Immer Billiger und immer mehr sollte es sein, das Heil sollte im Bedienen wachsender Export Märkte liegen und umgesetzt auf dem Land durch Wachsen oder Weichen. Der Fleißige sollte mit einer guten Ausbildung der Gewinner sein. All diese Versprechungen und dadurch erzeugten Hoffnungen sind wie eine Seifenblase geplatzt. Es ist nicht das Agrarpaket, das verhindert, dass viele Berufskollegen ihre Rechnungen nicht bezahlen können. Denn die gerade gewährten Prämien landen oft gar nicht erst auf den Konten der Antragsteller sondern bei Händlern und Dienstleistern. Genau dies ist der Grund, warum so viele Bauern auf der Straße waren. Nur hat man lange genug dafür gesorgt, dass darüber von den Bauern nicht gesprochen werden darf. Zu groß ist die Scham darüber, selbst aus finanziellen Gründen aufgeben zu müssen. Da ist es gut, andere "Schuldige" für die Lage zu finden. Eine perfide Ablenkungs Strategie derjenigen, die maßgeblich an der heutigen Situation auf unseren Höfen mitgewirkt haben. So bezeichnen sie Teile des Agrarpakets als Enteignung. Enteignung ist dagegen genau das, was wir in diesem Jahr wieder einmal in unseren Abschlüssen lesen mussten - deutliche Eigenkapitalverluste unserer Betriebe! Verursacht durch eine Agrarpolitik, die es möglich macht, an der Landwirtschaft zu verdienen aber nicht IN der Landwirtschaft. Vielleicht wird auch Bauer Willi irgendwann die Augen so weit öffnen, dass er diesen bitteren Teil der Realität sehen kann. Augen auf - das wäre ein guter Vorsatz für das Neue Jahr.

von Gerd Schuette

Bauer Willi hat bisher die Landwirtschaft mit viel Herzblut, Leidenschaft und Engagement vertreten. Jetzt aus seiner Feder dies Statement der Hoffnungslosigkeit lesen zu müssen schmerzt.

von Sonja Rimböck

Politik

Schwarz-Rote Regierung mit Komonistischer und Kapitalgieriger Grundierung. Rimböck Alfons

von Hans Nagl

Aufgewacht ! Es läuft doch Super.

Es läuft doch alles Super . Lebensmittel sind Spott billig. Jeder Bauer der aufhört bringt 2 Arbeitskräfte die Industrie. Die verbliebenen Bauernhöfe wachsen sich dabei zu Tode mit Investitionen ohne Ende. Die Banken verdienen gut dabei .

von Lars Henken

Traurig aber wahr

Willi Kremer-Schillings spricht mir aus der Seele und ich denke so geht es auch vielen meiner Berufskollegen. Ich habe 3 Söhne, die wohl alle das Potential hätten den Hof zu übernehmen, aber momentan sehe ich darin keine Perspektive. Wenn meine Jungen etwas mit Landwirtschaft machen wollen, dann sollen sie studieren gehen und später auf einem Amt anfangen. Dann haben sie ein festes Einkommen, geregelte Arbeitszeiten und können sich jede Woche 5 Höfe anschauen und den Bauern erzählen was sie zu tun und zu lassen haben. Der "Kanzlergipfel" in Berlin war aus meiner Sicht nur eine Beruhigungstablette, um die demonstrierende Bauernschaft ruhig zustellen. Man wird eventuell noch Arbeitskreise gründen und das ganze heraus zögern. Dann kann man behaupten, man hätte mit den Landwirten geredet. An anderer Stelle werden die Gesetze durchgepaukt und als alternativlos verkauft. Noch bevor die Arbeitskreise etwas zu Papier gebracht haben, wird alles in Stein gemeißelt und eventuell erarbeitete Konzepte gehen in die Tonne. Ich bin vor 25 Jahren in die CDU eingetreten, aber die Bauern hat diese Partei gar nicht mehr auf dem Schirm und dann weint man nach den Wahlen, warum so viele böse Bauern plötzlich AfD wählen. Immer mehr Bauern wählen AfD, weil sie frustriert sind und sich von der CDU verraten fühlen, nicht weil sie politisch rechts außen wären. Ich habe das Gefühl, die Politik meint die Landwirtschaft nicht mehr zu brauchen und macht sie zum Spielball der NGOs. Lebensmittel kann man ja importieren, Mercosur lässt grüßen. Auf der einen Seite Tierwohl fordern und dann Fleisch aus Feedlots importieren. Aber die Weltbevölkerung wächst und wenn man die eigene Landwirtschaft kaputt gemacht hat und von Importen abhängig ist, wird man sich wundern, wenn die Regale im Discounter irgendwann leer bleiben. Die Politik wird erst aufwachen, wenn das Volk mit knurrenden Mägen anfängt zu randalieren, aber dann wird es keine Landwirtschaft in Deutschland mehr geben.

von Andreas Thiel

Sehr richtig...

Und das nicht erst seit gestern und heute!!!

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