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BVVG-Verkaufspreise erneut deutlich gestiegen

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück. Wie Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller am vergangenen Donnerstag vor Journalisten in Berlin mitteilte, hat die BVVG 2013 insgesamt rund 36 100 ha und knapp 15 100 ha Wald verkauft.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück. Wie Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller am vergangenen Donnerstag vor Journalisten in Berlin mitteilte, hat die BVVG 2013 insgesamt rund 36 100 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) und knapp 15 100 ha Wald verkauft. Mit rund 436 Mio Euro, die die Gesellschaft an den Bund abgeführt hat, wurde das selbst gesteckte Ziel für 2013 deutlich übertroffen.


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Erneut verzeichnete die BVVG einen spürbaren Anstieg ihrer Verkaufspreise. Bei den Verkehrswertverkäufen lag der durchschnittliche Verkaufspreis bei 15 411 Euro/ha. Das sind 12 % mehr als im Vorjahr, bei allerdings erheblichen regionalen Unterschieden. Über Ausschreibungen hat die BVVG im Jahr 2013 rund 8 900 ha LF verkauft. Die Ausschreibungslose waren im Durchschnitt 9,5 ha groß. Knapp 10 700 ha LF wurden direkt an berechtigte Pächter veräußert.


Der Löwenanteil der Verkäufe entfiel mit knapp 15 800 ha LF auf den begünstigten Alteigentümererwerb. Von den insgesamt bisher 2 913 eingegangenen Anträgen von Alteigentümern hat die BVVG bislang 2 004 Anträge erledigt, darunter 843 im Jahr 2013.


Vielfältige Ursachen für Preisanstieg


Müller wies darauf hin, dass das BVVG-Preisniveau um 30 % über dem in den neuen, aber nach wie vor erheblich unter dem in den alten Ländern liege. Die dortigen Verkaufspreise überstiegen das BVVG-Niveau im Schnitt um etwa 60 %.


Die Ursache sieht der langjährige Geschäftsführer in außerlandwirtschaftlichen Faktoren wie der Nähe zu Ballungsgebieten oder der Lage in touristisch attraktiven Gebieten, die vor allem in Süddeutschland auf den landwirtschaftlichen Bodenmarkt wirkten, während die Bodenqualitäten dort vielfach von untergeordneter Bedeutung seien. Die kämen umso mehr zum Tragen, je stärker landwirtschaftlich geprägt eine Region sei.


Unterschiedliche regionale Entwicklungen der BVVG-Preise führt Müller auf Einzeleffekte zurück. Über die Jahre hinweg sei der Preisanstieg in den neuen Ländern in etwa vergleichbar. Für den gebe es eine Vielzahl von zum Teil globalen Triebkräften, die von der stetigen Abnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen in Deutschland über die Biogasförderung bis zur weltweit steigenden Nachfrage nach Agrargütern reiche.


Vor diesem Hintergrund seien immer wieder in der Öffentlichkeit geäußerte Vorwürfe an die Adresse der BVVG falsch, sie sei Preistreiber beim Verkauf landwirtschaftlicher Flächen oder verkaufe in nennenswerten Größenordnungen an sogenannte Investoren. Müller: „Die Vorwürfe werden auch durch ständige Wiederholung nicht richtiger.“


Ende des Alteigentümererwerbs in Sicht


In diesem Jahr will man den Alteigentümererwerb im Wesentlichen abschließen. BVVG-Geschäftsführer Dr. Detlev Hammann kündigte eine Reduzierung der Zahl der Niederlassungen und einen kontinuierlichen Personalabbau an. Die gegenwärtig laufenden Bund-Länder-Gespräche zur Übernahme von BVVG-Flächen durch Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern beurteilt Hammann zurückhaltend. Derzeit verfügt die BVVG noch über 225 000 ha LF und 33 000 ha Wald. In diesem Jahr will man in ähnlichem Umfang wie 2013 verkaufen.


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