Campact hat 1 Mio. Unterschriften gegen Glyphosat zusammen

Der Protestverein Campact hat der Europäischen Kommission 1.072.426 zertifizierten Unterschriften für ein Verbot von Glyphosat überreicht. Seit Februar hatte ein Bündnis aus Umweltorganisationen und Netzwerken in 28 Ländern im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) Protest-Unterschriften gesammelt.

Campact-Aktion zum Start der europaweiten Verbots-Initiative im Februar 2017 (Bildquelle: Campact)

Der Protestverein Campact hat der Europäischen Kommission 1.072.426 zertifizierten Unterschriften für ein Verbot von Glyphosat überreicht. Seit Februar hatte ein Bündnis aus Umweltorganisationen und Netzwerken in 28 Ländern im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) Protest-Unterschriften gesammelt. Drei Monate haben die EU-Länder die Korrektheit der Angaben geprüft. Die Organisatoren der EBI erstritten sich so das Recht, ihre Argumente während einer Anhörung im EU-Parlament vorzubringen, teilt Campact mit.

Die Kommission muss nun schriftlich Stellung beziehen. Die aktuelle Zulassung für Glyphosat läuft Mitte Dezember aus. "Die Bürger, die das Verbot unterstützen, zweifeln zurecht an der Unbedenklichkeit von Glyphosat", sagt Maria Lohbeck von Campact. "Wenn das Bundesamt für Risikobewertung direkt aus Unterlagen des Herstellers Monsanto abschreibt und sich das EU-Parlament gegen die Lobbyisten des Chemie-Giganten nur wehren kann, indem sie ihnen den Zugang verweigert, dann ist klar, dass die Konzerne hier alle Register ziehen. Dann können Mensch und Natur nur durch ein Verbot geschützt werden."

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Die Redaktion empfiehlt

Der NABU fordert eine Neubewertungvon Glyphosat im EU-Zulassungsverfahren. Die Zulassung des Wirkstoffs läuft nach EU-Pflanzenschutzrecht zum Jahresende aus. Die EU-Kommission hat eine Verlängerung ...

Glyphosat wird nur behelfsweise für 1 Jahr verlängert

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen