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CDU will „Fleischnamen“ für vegetarische Ersatzprodukte verbieten

Fleischimitate finden sich inzwischen direkt neben echten Fleischprodukten in den Supermarktregalen und heißen "Soja-Rinderschnitzel" oder "vegetarischer Fleischsalat". Die CDU hat nun eingesehen, dass solche Produktnamen zur Verwirrung bei den Bürgern führen.

Lesezeit: 3 Minuten

Fleischimitate finden sich inzwischen direkt neben echten Fleischprodukten in den Supermarktregalen und heißen "Soja-Rinderschnitzel" oder "vegetarischer Fleischsalat".  Die CDU hat nun eingesehen, dass solche Produktnamen zur Verwirrung bei den Bürgern führen. Deshalb fordert die Partei von der unabhängigen Lebensmittelbuch-Kommission, sich um die Standards für vegetarische und vegane Speisen und Getränke zu kümmern, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

 

Das Lebensmittelbuch regelt mit sogenannten Leitsätzen, wie bestimmte Produkte beschaffen sein müssen, um ihren Namen tragen zu dürfen. "Brot" muss demzufolge etwa aus Getreide bestehen und darf nicht mehr als zehn Prozent seines Gewichts an Zucker enthalten. Brotteig werde "in der Regel durch Kneten, Formen, Lockern, Backen oder Heißextrudieren" gemacht, steht in dem Regelwerk. Ähnlich präzise soll die Kommission nun auch vegane und vegetarische Produkte definieren, fordern die Koalitionsfraktionen. Außerdem wollen sie sich auf EU-Ebene für eine zweifelsfreie Kennzeichnung fleischfreier Lebensmittel einsetzen.

 

Die Union folgt mit ihrem Vorschlag den Interessen der Fleischwirtschaft. Bereits im Frühjahr hatten der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Fleischerverband selbst einen gemeinsamen Antrag bei der Lebensmittelbuch-Kommission gestellt. Damals hatten sie die Experten aufgefordert, die Leitsätze für Fleisch gegen vegetarische Alternativen abzugrenzen.


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Das sieht die stellvertretenden Vorsitzende der Unionsfraktion, Gitta Connemann, genauso. Ein "vegetarischer Fleischsalat" sei "eindeutig eine Mogelpackung", sagt sie: "Wir brauchen unkomplizierte Rechtssicherheit für Hersteller und Verbraucher."


SPD: EU-weite einheitliche Definition besser als Verbote


Nicht so strikt sieht das dagegen Elvira Drobinski-Weiß von der SPD. Es gebe überhaupt keine empirischen Belege für eine Verbrauchertäuschung. Aus Sicht der Sozialdemokraten können diese Bezeichnung sehr wohl eine gute Orientierung bieten, wenn eindeutig im Namen klar wird, dass das „Schnitzel“ „vegan/vegetarisch“ ist.


Zentrales Ziel des Antrages sei, Bundesernährungsminister Schmidt darin zu bestärken, sich in Brüssel für eine EU-weite einheitliche Definition der Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ einzusetzen. Da dies frühestens mittelfristig zu einer Ergänzung der Lebensmittelinformationsverordnung führen wird, soll die Deutsche Lebensmittelbuchkommission  gleichzeitig an einem Leitsatz für vegane und vegetarische Produkte arbeiten. "Aus unserer Sicht sollten dabei vor allem das Verbraucherverständnis und die Verbraucherwartungen entscheidend sein und nicht unbelegte Annahmen des Bauernverbandes und des Fleischerhandwerks. Anträge können selbstverständlich von verschiedenen Gruppierungen gestellt werden und die Lebensmittelbuchkommission wird diese zweifellos genau prüfen und in der Diskussion mit allen beteiligten Gruppen zu einem Ergebnis kommen, das wir abwarten müssen", so Drobinski-Weiß.


Die Grünen gehen in einem eigenen Antrag zum selben Thema noch einen Schritt weiter. Sie würden am liebsten die Hersteller aller Lebensmittel verpflichten, auch diejenigen Tierprodukte auf das Etikett zu schreiben, die nur zur Herstellung benutzt wurden.

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