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CDU will Schäfer unterstützen aber nicht mit einer Weidetierprämie

Die CDU bewertet die Forderung der Berufsschäfer nach einer Weidetierprämie kritisch. Sie will nicht zurück zu gekoppelten Prämien. Stattdessen sollen die Schafhalter nach ihrem Willen besonders von der Reform der EU-Agrarzahlungen ab 2020 profitieren.

Lesezeit: 3 Minuten

Die CDU bewertet die Forderung der Berufsschäfer nach einer Weidetierprämie kritisch. Sie will nicht zurück zu gekoppelten Prämien. Stattdessen sollen die Schafhalter nach ihrem Willen besonders von der Reform der EU-Agrarzahlungen ab 2020 profitieren.


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Der Agrarausschuss des Bundestages hat in seiner Sitzung am Mittwoch die Situation der Weidetierhaltung, insbesondere der Schafhalter diskutiert. Am Tag vorher hatten die Berufsschäfer in Berlin öffentlichkeitswirksam mit einer Demonstration auf ihre schwierige wirtschaftliche Situation aufmerksam gemacht und eine Weidetierprämie gefordert. Die Fraktion der Linken im Bundestag hatte sich auf die Seite der Schäfer gestellt und ebenfalls eine Weidetierprämie gefordert. Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag sieht das allerdings kritisch.


„Eine Weidetierprämie ist aus Sicht der Unionsfraktion jedoch kritisch zu sehen, da dies eine Abkehr von der Orientierung der Agrarpolitik am Marktgeschehen bedeuten würde. Zumal die Schafhalter in Deutschland bereits über die Betriebsprämien und verschiedene Maßnahmen im Rahmen der zweiten Säule der Europäischen Agrarpolitik (GAP) gefördert werden, von denen auch flächenarme Betriebe profitieren. Insgesamt erhält der Sektor heute deutlich mehr Unterstützung als zu Zeiten der Mutterschafprämien“ erklärten der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, und der zuständige Berichterstatter Hermann Färber nach der Diskussion.


Für die Unionsfraktion sei klar, dass die Schafhalter einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz sowie zum Erhalt der Kulturlandschaft leisteten. Schafe und andere Weidetiere seien für eine umweltfreundliche Nutzung insbesondere von Überschwemmungsgebieten, grundwassernahen und ertragsschwachen Standorten unverzichtbar. „Als Fraktion anerkennen wir die große gesellschaftliche Bedeutung der Schafhaltung. Daher wollen wir für den Berufstand werben und junge Menschen ermutigen, in diesem Bereich tätig zu werden“, so die CDU-Politiker weiter.

 

Die Einkommenssituation von Schafhaltern sei sehr unterschiedlich, sagten Stegemann und Färber. Vor allem die Wanderschäfer stünden vor finanziellen Problemen. „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird daher darauf achten, dass alle Schafhalter von der Weiterentwicklung der GAP profitieren werden. So sollen die Direktzahlungen zielgenauer ausrichtet werden und die zweite Säule noch stärker als bisher besonders tier- und umweltgerechte Haltungsverfahren sowie Agrar- und Umweltmaßnahmen fördern“, schlugen sie vor. Es läge allerdings an den Bundesländern, für eine Umsetzung im Sinne der Schafhalter zu sorgen.

 

Stegemann und Färber machten außerdem die Wiederansiedlung der Wölfe als eine große Herausforderung für die Schäfer aus. „Die berechtigten Sorgen der Nutztierhalter nehmen wir sehr ernst. Eine mögliche Ausbreitung der Wölfe darf nicht zu Lasten der Weidetierhalter erfolgen“, sagten sie. Der Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere müsse höchste Priorität haben. Deshalb müsse der Herdenschutz konsequent weiterentwickelt werden. „Es sollten zügig wirksame Maßnahmen gegen verhaltensauffällige Wölfe ergriffen werden“, forderten Stegemann und Färber.

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