Deutsche Hermesbürgschaft für Entenfarm in der Ukraine bestätigt

Deutsche Hersteller dürfen Material zur Errichtung einer Entenfarm für 860.000 Tiere im Wert von 35 Mio. Euro in die Ukraine liefern. Der Bund hat hierzu eine Exportkreditgarantie zugesagt. Für die Grünen ist die Entscheidung allerdings nicht nachvollziehbar. Sie kritisieren die schlechten Haltungsbedingungen der Tiere

Deutsche Hersteller dürfen Material zur Errichtung einer Entenfarm für 860.000 Tiere im Wert von 35 Mio. Euro in die Ukraine liefern. Der Bund hat hierzu eine Exportkreditgarantie zugesagt. Für die Grünen ist die Entscheidung allerdings nicht nachvollziehbar. Sie kritisieren die schlechten Haltungsbedingungen der Tiere in der Ukraine.

Das Agrarministerium wies darauf hin, dass über die Übernahme einer Hermesdeckung der Ausschuss für Exportkreditgarantien entscheide. Für das Geschäft sei eine einschlägige Nachhaltigkeitsprüfung gemäß den Umwelt- und Sozialleitlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt worden, die auch tierrechtliche Aspekte umfasse.

Harsche Kritik an der Freigabe dieser Hermesbürgschaft übte indes Grünensprecher Friedrich Ostendorff. Er warf Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler und der FDP „Gleichgültigkeit gegenüber tierquälerischen Haltungsformen“ vor. Eine artgerechte Haltung hunderttausenden Enten in einer Anlage sei nicht möglich.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner stehe zum Ende ihrer Amtszeit blamiert da, so Ostendorff weiter. Sie habe immer wieder angekündigt, Hermesbürgschaften für Tierfabriken werde es nicht mehr geben. Den Verweis darauf, dass die Ukraine gehalten sei, sich an die Empfehlungen des Europarates zu halten, nannte der Grünen-Politiker zynisch; schließlich seien nicht einmal in der Europäischen Union und Deutschland die Empfehlungen zur Haltung von Enten bisher verbindlich umgesetzt. (AgE/ad)
 

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