Brüssel

EU-Agrarbeihilfen: Krisenreserve bleibt 2019 unangetastet

60 Mio. Euro aus der EU-Krisenreserve werden den Landwirten in Deutschland gutgeschrieben, da sie nicht gebraucht wurden.

Im Jahr 2019 wird die Krisenreserve aus dem EU-Haushalt - trotz einiger kleiner Herausforderungen, wie die Trockenheit im Sommer - nicht gebraucht. Der Fonds über 467 Mio. Euro wird deshalb an die Landwirte zurückgezahlt, welche sie aber gleich wieder in den Topf für das Jahr 2020 abführen. Das berichtet aiz.info.

Die Krisenreserve gibt es seit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) von 2013. Sie wurde aber in den fünf Jahren nie genutzt, zumal sie von den Landwirten über eine Kürzung der Direktzahlungen selbst finanziert wird. Von den 467 Mio. Euro bekommt Deutschland knapp 60 Mio. Euro zurückerstattet, während Kroatien noch nicht am EU-Krisenfonds beteiligt ist. Außerdem müssen Landwirte mit weniger als 2.000 Euro an Direktzahlungen im Jahr nichts einzahlen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

System ist zu hinterfragen

Wenn das Geld nie angetastet wird, wieso muss es dann vor uns hergeschoben werden? Und überhaupt: Wozu eine Reserve vorhalten, wenn Deutschland im Fall der Fälle jederzeit Geld geliehen bekommt(kann man ja von der nächsten Prämie abziehen) und dafür sogar belohnt (Negativzins) würde? Es soll offenbar möglichst kompliziert sein, dass die Behörden sich länger mit hin und herrechnen beschäftigen können.

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