top agrar plus Reaktion auf Ukraine Krieg

EU gibt 4 Mio. ha ökologische Vorrangfläche zum Anbau frei

Die EU-Kommission lässt begrenzt auf 2022 zu, alle Kulturen auf ökologischen Vorrangflächen anzubauen. Am Green Deal will sie ausdrücklich festhalten und äußert sich auch zu Biokraftstoffen.

Die EU-Kommission hat am Mittwochmittag ihr Unterstützungspaket für die Landwirtschaft vorgestellt, mit dem sie auf die Turbulenzen an den Agrarmärkten in Folge des Krieges in der Ukraine reagiert. „Unsere Reaktion sollte sein, dass wir in der EU in diesem Jahr mehr Lebensmittel produzieren“, sagte EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski auf einer Pressekonferenz in Brüssel. Die einschneidendste Maßnahme für die Landwirtschaft in der EU und in Deutschland ist in dem Paket die auf 2022 begrenzte Freigabe der ökologischen Vorrangflächen für den Anbau sämtlicher Kulturarten. Die Greening-Prämie für diese Flächen will die EU trotzdem zahlen.

ÖFV frei für Mais, Sommergerste, Erbsen, Sonnenblumen, Grünfutter

Wojciechowski veranschlagte, dass damit 4 Mio. ha ökologische Vorrangfläche in der EU für die Produktion von Nahrungsmitteln und Futter frei würden. Bisher lägen diese als Stilllegung brach oder es würden Leguminosen darauf angebaut, heißt es bei der Kommission. Als mögliche Kulturarten, die jetzt noch auf den ÖVF ausgesät werden könnten, nannte die EU-Kommission Mais, Sommergerste, Erbsen und Sonnenblumen. Zudem könnten Brachflächen auch als Grünfutter genutzt oder beweidet werden, so die Kommission. Die Maßnahme betrifft danach vor allem Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien, wo 70% der ökologischen Vorrangflächen lägen.

Kommission hält am Green-Deal fest

Der EU-Agrarkommissar verneinte vor der Presse mehrmals die Frage, dass diese Freigabe sich auf den Green-Deal und die Farm-to-Fork-Strategie der EU auswirken werde. „Es...

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