Europäischer Rechnungshof prangert Greening-Milliarden als uneffektiv an

Die Greening-Milliarden der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben bisher ihr Ziel, für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Landwirtschaft in der EU zu sorgen, verfehlt. Zu diesem Fazit kommt der Europäische Rechnungshof in einer am Dienstag in Brüssel vorgestellten Studie zum Thema „Greening“.

Die Greening-Milliarden der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben bisher ihr Ziel, für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Landwirtschaft in der EU zu sorgen, verfehlt. Zu diesem Fazit kommt der Europäische Rechnungshof in einer am Dienstag in Brüssel vorgestellten Studie zum Thema „Greening“.

Auf 65 Seiten listen die obersten europäischen Rechnungsprüfer aus Luxemburg in einer qualitativen Analyse die aus ihrer Sicht unzureichende und falsche Verteilung der GAP-Mittel auf und kommen zu einem vernichtenden Urteil:

Das Greening ist für die Bauern zu kompliziert und hat bisher nur auf fünf Prozent der EU-Agrarflächen zu einer nachhaltigeren Bewirtschaftung geführt. Das im Jahre 2013 im Rahmen der GAP-Reform  Greening bleibe bisher deutlich hinter den Erwartungen zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes im Landwirtschaftssektor zurück.
 
Greening-Maßnahmen haben nur fünf Prozent Flächen bisher erreicht

„Das greening ist bisher wirklich keine Erfolgsgeschichte“, sagt Samo Jereb vom Europäischen Rechnungshof im Gespräch mit top agrar. "Dies liegt an den falschen Weichenstelllungen dieses GAP-Instrumentes." Im Klartext kassierten fast zwei Drittel der Landwirte Milliardenbeträge, ohne etwas zusätzliches für den Umwelt- und Naturschutz zu leisten.

Nach Berechnungen des Europäischen Rechnungshofes wurden nur fünf Prozent der ausbezahlten Gelder tatsächlich für Greening-Maßnahmen genutzt. “Immerhin macht das Greening derzeit 30 Prozent der Direktzahlungen an die europäischen Landwirte aus. Das entspricht zwölf Milliarden Euro pro Jahr und macht acht Prozent des gesamten EU-Haushaltes aus“, rechnet Jereb als Autor der Studie vor. Das verausgabte Geld wird nicht dem eigentlichen Ziel gerecht und kann daher als...


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