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Grüne wollen Bürgern fleischlosen Tag in Kantinen aufzwingen

Die Grünen haben vorgeschlagen, dass es in deutschen Kantinen jeden Donnerstag einen so genannten „Veggie Day“, also einen fleischlosen Tag geben soll. Laut der Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt würde das die Gesundheit, den Tier- und Klimaschutz fördern.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Grünen haben vorgeschlagen, dass es in deutschen Kantinen jeden Donnerstag einen so genannten „Veggie Day“, also einen fleischlosen Tag geben soll. Laut der Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt würde das die Gesundheit, den Tier- und Klimaschutz fördern. Sie könne sich vorstellen, dass die Politik einen abwechslungsreichen Speiseplan an diesen Tagen unterstütze.


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Und Fraktionschefin Renate Künast ergänzte, dass die Kantinen nur der Anfang sein sollten. 60 % der Deutschen sind ihrer Meinung zu weniger Fleischkonsum bereit. "Es wird ja niemandem etwas verboten." Der "Bild"-Zeitung sagte sie: "Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren."


Bei der Bundesregierung sorgt dieser Vorschlag dagegen für Empörung. Fleisch gehöre zum Essen, und außerdem könne das jeder Bürger selbst entscheiden, hieß es. Auch die Linken warnten vor einer Bevormundung der Bürger. Die Menschen seien klug genug, selbst zu entscheiden, wann sie Fleisch und Gemüse essen, sagte FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle der "Bild"-Zeitung. "Menschen ständig Vorschriften zu machen, ist nicht mein Verständnis von Freiheit und Liberalität."


CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe warnte in der Bielefelder "Neuen Westfälischen" vor einer "grünen Bundes-Verbots-Republik". Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn, wetterte in "Handelsblatt Online" gegen eine "grüne Erziehungsdiktatur".


Auch Bundesernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) kritisierte den Grünen-Vorstoß. "Wir halten generell wenig von Bevormundungen", sagte ein Sprecher. "Am Ende brauchen wir eine ausgewogene Ernährung. Da gehört Fleisch dazu." Der Bund unterstütze aber, dass in Deutschland immer weniger Fleisch konsumiert werde.


Übrigens: Renate Künast hatte ihren Haus und Hof-Metzger, Fleischermeister Dirk Ludwig, einmal zu einer Gesprächsrunde mit Tierschutzvereinen eingeladen. Dabei gab es auch ein Buffet. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigt Ludwig nun, dass das Essen dort keinesfalls nur vegetarisch war.


Auch der Fleischer hält nichts von den vorgeschlagenen Reglementierungsplänen der Grünen. "Da frage ich mich, wo bleibt die persönliche Freiheit? Ob jemand für einen Tag auf Fleisch verzichtet oder nicht - das darf doch jeder selbst entscheiden. In den meisten Restaurants und Kantinen wird ohnehin ein vegetarisches Gericht angeboten. Die Politik sollte sich weniger ins tägliche Leben einmischen", sagte er. (ad)

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