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Bauern in Sorge

Handlungsdruck auf dem Bodenmarkt unvermindert

Erhebliche Konzentrationsprozesse auf dem Flächenmarkt sieht Volker Bruns von den Landgesellschaften BLG in Ostdeutschland. Ein Agrarstrukturgesetz müsse jetzt dringend Antworten liefern.

Lesezeit: 2 Minuten

Den politischen Handlungsbedarf am landwirtschaftlichen Bodenmarkt bekräftigt der Vorsitzende des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG), Volker Bruns.

„Wir beobachten nach wie vor erhebliche Konzentrationsprozesse“, sagt Bruns im Interview mit AGRA-EUROPE. Insbesondere juristische Personen würden ganz oder teilweise übernommen und in Konzernstrukturen eingegliedert.

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„Diese Entwicklung, die wir seit einigen Jahren in Ostdeutschland erleben, setzt sich unvermindert fort“, so der Geschäftsführer der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere die neuen Länder hätten inzwischen erkannt, dass sie etwas tun müssten: „Wir stellen fest, es bewegt sich was.“ Nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland sei „neuer Schwung“ in die bodenmarktpolitische Diskussion gekommen.

Ein Agrarstrukturgesetz muss laut Bruns zum einen Antworten finden auf die zunehmende Konzentration von Eigentumsflächen und die notwendige Verhinderung von Marktmacht. Zum anderen gehe es darum, Share Deals in das landwirtschaftliche Bodenrecht einzubeziehen. Bei der Erarbeitung ihrer Gesetze rät der BLG-Vorsitzende den Ländern zu Kooperation: „Meines Erachtens wäre es an der Zeit, dass interessierte Länder mit Hilfe des Bundes und rechtswissenschaftlicher Begleitung eine Art Mustergesetz als Instrumentenkasten entwerfen.“ Aus dieser Vorlage könnten sich die Länder dann bedienen.

Erstmals ganzheitliches Konzept

Bruns verweist auf die stagnierende Investitionsbereitschaft in der Tierhaltung. Während für die Flaute in der Milchviehhaltung die nach wie vor angespannte wirtschaftliche Situation der Betriebe verantwortlich sei, fehle es in der Schweinehaltung nach wie vor an klaren Vorgaben, wohin die Reise gehe.

Eindeutig positiv bewertet der BLG-Vorsitzende in diesem Zusammenhang die Empfehlungen der Borchert-Kommission. Damit liege erstmals ein ganzheitliches Konzept für einen Umbau der Tierhaltung in Deutschland unter Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit vor. Alle vorher diskutierten Ansätze seien zu kurz gesprungen. Beispielsweise reiche ein Label bei weitem nicht aus, das Tierwohlniveau in der ganzen Breite anzuheben.

Ausdrücklich begrüßt Bruns die vorgeschlagene Finanzierung des Umbaus über eine Tierwohlabgabe auf tierische Produkte: „Wir reden hier über eine gerechte und nicht marktverzerrende Abgabe.“ Von der Politik erwartet der Verbandsvorsitzende eindeutige Signale der Unterstützung für die Vorschläge.

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