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Horper: "Tiertransporte zur Schlachtung in Drittländer sofort stoppen!"

Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, fordert vehement ein Verbot des Exportes von lebenden Tieren zur Schlachtung in Länder außerhalb der EU. In der ZDF-Dokumentation „37°“ konnten die Zuschauer grausame Zustände von Tiertransporten in Länder außerhalb der EU mitverfolgen.

Lesezeit: 3 Minuten

Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, fordert vehement ein Verbot des Exportes von lebenden Tieren zur Schlachtung in Länder außerhalb der EU. In der Dokumentation der ZDF-Reihe „37°“ konnten die Zuschauer grausame Zustände von Tiertransporten in Länder außerhalb der EU mitverfolgen.


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„Auch wenn sich im Tierschutz beim Transport innerhalb der EU bereits vieles verbessert hat, gibt es noch einiges zu tun. „Daher müssen die Standards für Tiertransporte quer durch die EU in Drittländer, wie z.B. in den Nahen Osten, noch stärker kontrolliert werden“, führte er in der einer Sitzung der Verbandsgremien aus. Da die europäischen Vorschriften nicht bis in die Drittländer hinein reichten, würden die Tierschutzstandards nicht mehr gelten, sobald sich ein Tiertransport außerhalb der europäischen Grenzen bewege. Für die Tiere könne dies große Qualen bedeuten.


„Diese Lücke des Tierschutzes, kann man nur mit einem Verbot von Transporten lebender Tiere in Länder außerhalb der EU schließen, die selbst keine Tierschutzstandards garantieren“, ist sich Horper sicher. „Wir sehen den Tierschutz durch Kriminelle verletzt und diese bringen die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhalter in öffentlichen Misskredit. Die Tierhalter in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland halten jedoch sehr hohe Standards ein und sie gehen tagtäglich sehr verantwortungsvoll mit ihren Tieren um“.



Horper stellte klar, dass nicht die Landwirtschaft, sondern das Transportgewerbe Schuld daran trage, wenn die Transporte in tierquälender Weise durchgeführt würden. Der Berufsstand verurteile jede Form von Tierquälerei und deshalb seien die Tiertransporte in Drittländer ohne entsprechende Tierschutzstandards auch sofort zu beenden. „Ich appelliere an die Politiker der EU und des Bundes, wirksame Wege zu finden, diesen beschämenden Umgang mit Tieren zu beenden“, betonte Präsident Horper.


Tierschutzbund appelliert an Merkel


Unterdessen hat der Deutsche Tierschutzbund Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt aufgefordert, sich auf nationaler und EU-Ebene für ein sofortiges Verbot von Lebendtiertransporten in Drittstaaten einzusetzen.

 

„Es besteht ein breiter gesellschaftlicher Konsens für ein sofortiges Aus der grausamen Transporte: die breite Mehrheit im Bundestag fordert ein Ende der Tierqual bei Transport und Schlachtung in Drittländern. Es ist jetzt an der Bundeskanzlerin und dem zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister sich auf nationaler und EU-Ebene für die Abstellung der Missstände einzusetzen. Das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz und die europäische Gesetzgebung verpflichten sie dazu, die entsetzliche Praxis zu beenden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

 

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz


Artikel 20a des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verleiht dem Schutz der Tiere als Staatsziel Verfassungsrang. Die Bedingungen während der Tiertransporte und der Schlachtung in den Drittstaaten widersprechen diesem Staatsziel eklatant, so Schröder weiter. Daraus folgt aus Sicht der Tierschützer, dass die Transporte über die Außengrenzen der EU mit sofortiger Wirkung einzustellen sind. Darüber hinaus wären sämtliche Handelsabkommen der EU sowie der Bundesrepublik Deutschland schnellstmöglich auf die Tierschutzbedingungen beim Lebendtransport von Tieren sowie deren Schlachtung zu überprüfen, gegebenenfalls auszusetzen und neu zu verhandeln.

 

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