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Dr. Roman Glaser

Immer mehr Landwirte leiden unter Burn-out

Immer mehr Landwirte in Deutschland leiden aufgrund von hoher Arbeitsbelastung, wirtschaftlichem Druck, sinkenden Preisen oder fehlender Wertschätzung unter psychischen Erkrankungen.

Lesezeit: 2 Minuten

Immer mehr Landwirte in Deutschland leiden aufgrund von hoher Arbeitsbelastung, wirtschaftlichem Druck, sinkenden Preisen oder fehlender Wertschätzung unter psychischen Erkrankungen. Der Burn-out, Depressionen und andere Erkrankungen der Psyche seien mittlerweile die zweithäufigste Ursache für Erwerbsminderungen bei Landwirten, berichtete der Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes (BWGV), Dr. Roman Glaser, vergangene Woche beim Agrartag der Volks- und Raiffeisenbanken in Oedheim im Landkreis Heilbronn.


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Nach seinen Angaben zeigen Statistiken, dass 17 % aller Landwirte, die sich krank melden, an einer Depression oder einem Burn-out leiden. Der BWGV-Präsident merkte an, dass „Landwirte ihren Beruf lieben und keine geregelte 40-Stunden-Woche kennen“. Gleichzeitig werde das Umfeld aber immer herausfordernder. Die Betriebe würden größer, die Nachfolge müsse geregelt werden und die bürokratischen Anforderungen würden stetig erhöht. Z


udem seien die globalen Agrarmärkte geprägt von Unsicherheit sowie niedrigen und stark schwankenden Preisen. Darüber hinaus sehe sich die moderne Landwirtschaft immer häufiger öffentlicher Kritik ausgesetzt. Diese Situation könne dazu führen, so Glaser, dass die Landwirte an die Grenze der Belastbarkeit und darüber hinausgingen. „Gerade in Krisensituationen, egal ob sie ökonomischer oder persönlicher Art sind, sind starke Partner unverzichtbar“, betonte Glaser und fügte hinzu, dass die Genossenschaftsbanken auch über die rein finanziellen Angelegenheiten hinaus an der Seite der Landwirte stünden.


Die Psychologin Maike Aselmeier ging in ihrem Vortrag auf die verschiedenen Auslöser und Phasen bis zur Erschöpfung der Landwirte ein und nannte unter anderem als Maßnahmen gegen das Ausbrennen für mehr Wertschätzung innerhalb des Betriebs zu sorgen und einen Rhythmus von Arbeits- und Freizeit einzuhalten. Die Sozialpädagogin Helma Ostermayer hob die Wichtigkeit eines guten Zeitmanagements hervor, bei dem es auch auf die richtige Priorisierung der verschiedenen Aufgaben ankomme.


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