top agrar plus Bauerntag Erfurt

Klöckner: "Kompromisfähigkeit nicht als Schwäche abtun!"

In einer Videoschalte zum Bauerntag berichtete Julia Klöckner über den Stand der Verhandlungen rund um die ASP. Sie wünscht sich zudem, dass der DBV mit einer Stimme spricht und kompromisbereit ist.

Per Video war Bundesagrarministerin Julia Klöckner am Freitag auf den Deutschen Bauerntag in die Erfurter Messehalle geschaltet. Vor 500 Delegierten bedankte sie sich für den Einsatz von DBV-Präsident Rukwied, der wiedergewählt wurde. Rukwied sei immer auf Höhe der Zeit, gerade jetzt , wo so vieles in Bewegung und die Agenda so herausfordernd sei, wie lange nicht.

Zu Kritik aus dem Berufsstand, Rukwied sei zu zurückhaltend im Umgang mit den Politikern stellte Klöckner klar: „Herr Rukwied ist selten zahm, er verdeutlicht seine Interessen schon sehr intensiv. Er denkt an das große Ganze, nicht an den schnellen Applaus oder die Eingaben einzelner Gruppen; der DBV hat den Blick aufs Wesentliche“, so die CDU-Politikerin anerkennend.

Sie wisse, dass die Bauern nicht Landwirt geworden sein, um Landschaftsgärtner zu sein, sondern um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern. Sie ärgere sich daher über Forderungen aus Medien und der Öffentlichkeit, die eine rückwärtsgewandte, kleine Landwirtschaft als gut idealisieren, während große Maßstäbe als schlecht gelten.

Thema ASP: Schlachthöfe sind systemrelevant

Beim Thema Afrikanische Schweinepest ist es laut Klöckner nun oberstes Ziel, die Seuche aus Deutschland fern zu halten, um nach 12 Monaten wieder als ASP-frei zu gelten. Sie wisse aber auch, dass es z.B. in Tschechien 23 Monate gedauert hatte, bis das Land den begehrten Status wiedererlangte.

„Wir brauchen Solidarität in der ganzen Kette. Es geht jetzt nicht um Schuldzuweisungen, sondern wir müssen uns an die Lage anpassen und vorbereiten. Ich weiß um die Not der Tierhalter. Daher brauchen wir einheitliche Leitlinien, müssen aber auch Augenmaß halten in der Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen“, sagte sie. Die Schlachthöfe seien systemrelevant und es gelte, sie alle wieder hochzufahren. Erste Früchte seien im Emsland zu...

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