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Landesminister fordern Alternativen zum Töten von Eintagsküken

Die Agrarministerkonferenz (AMK) forderte vergangene Woche eine weitere Unterstützung der Forschungsaktivitäten. Ziel müsse es sein, schnellstmöglich Ergebnisse vorzulegen und auf das Töten männlicher Eintagsküken zu verzichten. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigte Verständnis für die Forderung.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Länder drängen auf Alternativen zur Tötung männlicher Eintagsküken. Die Agrarministerkonferenz (AMK) forderte vergangene Woche in Cottbus eine weitere Unterstützung der Forschungsaktivitäten. Ziel müsse es sein, schnellstmöglich Ergebnisse vorzulegen und auf das Töten männlicher Eintagsküken zu verzichten. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigte Verständnis für die Forderung. Allerdings müssten entsprechende Lösungen hinreichend wissenschaftlich untersucht und praktisch umsetzbar sein, sagte der Minister in der Abschlusspressekonferenz der AMK.


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Grundlage für die Diskussion der Ressortchefs war ein Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Danach bleibt das zuletzt immer stärker in die Diskussion geratene Töten männlicher Küken einstweilen unverzichtbar. Praxisreife Alternativen für den flächendeckenden Einsatz seien gegenwärtig nicht verfügbar. In einem weiteren Beschluss konnten sich die Minister nicht auf einen konkreten Termin für einen Ausstieg aus dem Schnabelkürzen bei Legehennen verständigen. Von grüner Seite war dafür das Ende des Jahres 2016 anvisiert worden. Nunmehr soll der Ausstieg „möglichst schnell nach Vorliegen praxisgerechter Forschungsergebnisse“ kommen. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer bedauerte, dass kein einstimmiger Beschluss für einen konkreten Ausstiegstermin zustande gekommen sei. Immerhin seien jedoch zwölf von 16 Ländern dem niedersächsischen Vorschlag gefolgt. Als überfällig bezeichnete Meyer Alternativen zum Töten von männlichen Eintagsküken.


Auch Wirtschaft gefordert


Nach Auffassung des Bundeslandwirtschaftsministeriums würde ein generelles Tötungsverbot zum gegenwärtigen Zeitpunkt die betroffene Wirtschaft allerdings vor erhebliche Probleme stellen. Zudem würde ein solches Verbot die Tierschutzproblematik lediglich in andere Länder verlagern, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig sieht das Ministerium aber die betroffene Wirtschaft in der Verantwortung, sich an der Entwicklung von Alternativen zu beteiligen. Am ehesten traut das Agraressort seinem Bericht zufolge der Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei zu, künftig das Töten männlicher Küken zu vermeiden. Der derzeitige Forschungsstand lasse darauf hoffen, dass mittelfristig eine Lösung gefunden werde, heißt es in dem Bericht.


Laut Ministerium gibt es derzeit 25 Brütereien in Deutschland, die Küken von Legelinien produzieren. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2012 in deutschen Brütereien insgesamt rund 120 Millionen Bruteier von Hühner-Legelinien zum Gebrauch eingelegt. Daraus sind rund 46 Millionen Gebrauchslegeküken geschlüpft. Schätzungen zufolge schlüpft jährlich etwa die gleiche Anzahl an männlichen Küken. Diese eignen sich aufgrund ihres geringen Muskelanteils nicht für die Mast und werden getötet. AgE

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