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Landwirtschaft weiter wichtigste Quelle für die Stickstofffreisetzung

Auch wenn der Einsatz von Mineraldünger in der EU während der vergangenen Jahre zurückgegangen ist, bleibt die Landwirtschaft die wichtigste Quelle für die Stickstofffreisetzung in die Umwelt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Nitratrichtlinie hervor.

Lesezeit: 3 Minuten

Auch wenn der Einsatz von Mineraldünger in der EU während der vergangenen Jahre zurückgegangen ist, bleibt die Landwirtschaft die wichtigste Quelle für die Stickstofffreisetzung in die Umwelt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Nitratrichtlinie hervor.


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Danach ging der Einsatz von stickstoffhaltigem Mineraldünger in den Jahren 2008 bis 2010 gegenüber dem Zeitraum 2006 bis 2007 um durchschnittlich 6 % zurück und stagnierte danach. Der aktuelle Jahresverbrauch von etwa 11 Mio t und liegt nach den Berechnungen der Kommission annähernd 30 % unter dem Spitzenwert, der vor 25 Jahren gemessen wurde.


Der Einsatz von phosphor- und von kaliumhaltigem Dünger wird für 2010 mit rund 2,5 Mio t angegeben; das war ein Rückgang von beinahe 70 % gegenüber den Höchstwerten Ende der achtziger Jahre. Als Hauptverursacher von Nitrateinträgen in Gewässer wertet die Kommission die Viehhaltung. Sie hält jedoch fest, dass sich die Belastung durch die Rinder-, Schweine- sowie Schafhaltung verringert hat und beim Geflügelbestand stabil geblieben ist. Der Anteil aus Gülle, mineralischen Düngemitteln und anderen Schadstoffquellen weist zwischen und innerhalb der EU-Mitgliedstaaten Unterschiede auf. Er hängt laut Kommission von vielen Faktoren ab, unter anderem auch von der Bevölkerungsdichte.


Reineres Oberflächenwasser


Laut Kommission zeigte sich die Grundwasserqualität in der EU-27 an den meisten Standorten stabil. Die Qualität des Oberflächensüßwassers hat sich gegenüber der Periode 2004 bis 2007 sogar verbessert. Deutschland schneidet bei der Nitratbelastung des Grundwassers gemeinsam mit Malta erneut am schlechtesten ab: In rund 70 % der hiesigen Probenahmestellen wurde eine Nitratbelastung von 40 mg/l und mehr gemessen, während die entsprechende Belastung in den Niederlanden bei weniger als 20 % der Messstellen registriert wurde.


Bereits in einem 2010 veröffentlichten Vorgängerbericht kam die Bundesrepublik diesbezüglich schlecht weg. Die deutschen Behörden liefern allerdings im Gegensatz zu anderen Mitgliedstaaten nur die Daten solcher Messpunkte, die von der Landwirtschaft beeinflusst werden. Das deutsche Netz ist laut Kommission nicht sehr dicht und beinhaltet keine Stationen mit gemischten Einflüssen. Die Ergebnisse sind zwischen den Ländern also nicht unmittelbar vergleichbar.


Über die ganze EU hinweg übertraf der gemessene Nitratgehalt im Grundwasser 40 mg/l an rund 20 % der Standorte. In Oberflächengewässern wurde an rund 60 % der deutschen Probenahmestellen eine Nitratkonzentration von 10 mg/l oder mehr im Jahresdurchschnitt gemessen; damit lag die Bundesrepublik im unteren Mittelfeld. EU-weit waren weniger als 40 % der Messpunkte entsprechend belastet. Mit Blick auf den Nährstoffeintrag hält die Kommission den Zustand von Flüssen insgesamt für günstiger als den von Seen. (AgE)

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