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topplus Ukraine-Krieg

Lebensmittelversorgung: Befristete Abstockung der Nutztierbestände die Lösung?

Fast 60 % der deutschen Getreideproduktion gehen in den Futtertrog. Die Forderung nach einer Reduktion der Nutztierhaltung wird größer. Lesen Sie die Standpunkte von Özdemir, BÖLW & Wissenschaftlern.

Lesezeit: 2 Minuten

Ein System, in dem fast 60 % des Getreides als Tierfutter genutzt wird, sei nicht nachhaltig und zu Zeiten des Ukraine-Krieges nicht tragbar. Das verdeutlichte Bundesagrarminister Cem Özdemir am Freitag in einem Spiegel-Interview. Auch wenn er Vegetarier sei, werde er nicht predigen, dass alle zum Vegetarismus konvertieren müssen, aber „weniger Fleisch zu essen, wäre ein Beitrag gegen Putin.“

Weniger Fleisch zu essen wäre ein Beitrag gegen Herrn Putin“ - Özdemir

Auch deshalb will Özdemir das System vom „Kopf auf die Füße stellen“. Wenn von einem Euro für Schweinefleisch nur 21 Cent beim Erzeuger ankommen, dann sei das absurd.

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BÖLW fordert EU-Sofortprogramm zur Abstockung der Tierbestände

Wer den Ukraine-Krieg und seine Folgen für die Getreidemärkte als Vorwand nimmt, die Ökologisierung der Landwirtschaft zurückzudrehen, verdreht die Tatsachen, warnt die Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Tina Andres.

Sie fordert Bundesminister Özdemir auf, jetzt mit seinen Kollegen in der EU ein Sofortprogramm zur befristeten Abstockung der Tierbestände aufzulegen. Sie müssten den Tierhaltern Europas eine deutliche Minderung ihrer Bestände für die nächsten zwölf Monate abverlangen und ihnen den entgangenen Gewinn ausgleichen. Davon nehme sie die Biobetriebe nicht aus.

Auch wenn die Abstockung schrittweise greift, werde das Signal an den Märkten sofort wirken. „Rein ökonomisch gibt es derzeit keine günstigere Variante, um dem Hunger von Millionen Menschen vorzubeugen.“

Internationale Wissenschaftler fordern Senkung des Fleischkonsums

Auch eine Gruppe internationaler Wissenschaftler fordert, dass die Agrarpolitik jetzt nicht in Richtung mehr Produktion zu ändern sei. Vielmehr müssten sich die Menschen mit weniger tierischen Erzeugnissen ernähren. Eine schnellere Umstellung auf eine Ernährung mit weniger tierischen Erzeugnissen in Europa und anderen Ländern mit hohem Einkommen, würde die für Tierfutter benötigte Getreidemenge verringern.

„Die Diskussion über Ernährungsumstellungen angesichts des Krieges ist wichtiger, als es auf den ersten Blick scheinen mag, denn durch eine stärker pflanzlich basierte Ernährung anstelle von Fleisch wären in der Welt letztlich mehr Nahrungsmittel verfügbar, einfach weil die Tierproduktion ineffizient ist“, so Marco Springmann von der Universität Oxford.

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