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Ernährungsstrategie

Mehr Bio, weniger Fleisch: Özdemir will Kantinen-Verpflegung reformieren

Die Bundesregierung hat Agrarminister Özdemirs Eckpunkte für den „Weg zur Ernährungsstrategie“ freigegeben. In Kantinen sollen künftig regional und ökologisch erzeugte Lebensmittel aufgetischt werden.

Lesezeit: 2 Minuten

Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) will mithilfe einer Ernährungsstrategie das Angebot von Kantinen und Mensen verändern. Die Bundesregierung hat dazu am Mittwoch ein Eckpunktepapier verabschiedet und damit die grundlegenden Ziele der Strategie festgelegt.

Für den Minister kam das „Okay“ seiner Kolleginnen und Kollegen als Geburtstagsgeschenk. Özdemir wurde am Mittwoch 57 Jahre alt.

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Özdemir: „Nicht vorschreiben, was Leute essen sollen.“

„Es hat etwas mit Wertschätzung zu tun, wenn hart arbeitende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich darauf verlassen können, in der Kantine gutes Essen zu bekommen“, kommentierte Agrarminister Özdemir seine Pläne.

Özdemir wolle dafür sorgen, „dass es für alle Menschen in Deutschland möglich ist, sich gut und gesund zu ernähren – unabhängig von Einkommen, Bildung oder Herkunft.“ Den Leuten vorschreiben, was sie essen sollen, wolle er nicht, so der der Minsiter.

Mehr regional und bio, weniger Fleisch

Diese Ziele verfolgt Agrarminister Özdemir mit seiner Ernährungsstrategie:

  • Eine stärker pflanzenbetonte Ernährung, also weniger Fleisch auf dem Speiseplan,
  • Weitere Reduzierung von Zucker, Fetten und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln,
  • Effektive Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, indem über die gesamte Kette Lebensmittelabfälle halbiert werden,
  • Mahlzeiten in der Gemeinschaftsverpflegung sollen gesünder und nachhaltiger werden und die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einhalten,
  • Erhöhter Anteil an saisonal-regional und ökologisch-klimafreundlich erzeugten Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung.

Strategie soll Ende 2023 stehen

Nach eigenen Angaben will das Bundeslandwirtschaftsministerium die Strategie bis Ende 2023 fertigstellen. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen die Ernährungsstrategie gemeinsam erarbeiten. Das Ministerium spricht von einer „gemeinsamen Kraftanstrengung“.

DBV: „Diskriminierung von Lebensmitteln unangebracht“

Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewertet die Eckpunkte der Ernährungsstrategie „teils kritisch und teils positiv“. „Es ist positiv, dass die Bundesregierung Ernährungsbildung und eine gesunde Lebensweise fördern will. Eine Diskriminierung bestimmter Lebensmittel lehnen wir aber ab. Bereits heute besteht die Ernährung der Deutschen zu etwa 70 Prozent aus pflanzlichen Lebensmitteln“, kommentiert der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling.

Herkunftskennzeichnung für Landwirte zentral

Für die Landwirte hätte die Förderung der Transparenz über eine durchgängige Haltungs- und Herkunftskennzeichnung bei tierischen Erzeugnissen Priorität. Das müsse nicht nur für Frischfleisch gelten, sondern auch für verarbeitete Produkte wie Wurstwaren, so Hemmerling.

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