Erntehelfer

Mehrbettzimmer für Saisonarbeiter sind Risiko

Die Gewerkschaft sieht die Aufhebung des Einreisestopps für Erntehelfer kritisch. Die erforderlichen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln seien doch gar nicht umsetzbar auf den Höfen.

Die Lockerung des Einreisestopps für Erntehelfer sieht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt kritisch, weil die Betriebe derzeit die nötigen Hygiene vorschriften nicht einhalten könnten, um Infektionen zu verhindern.

Wie der Vize-Vorsitzende Harald Schaum am Mittwoch der taz sagte, sei es „nicht sehr wahrscheinlich, dass in den meisten Betrieben die Abstandsregeln eingehalten werden können“. Die Saisonarbeiter könnten das Virus von stärker betroffenen in weniger betroffene Regionen tragen. Ein weiteres Problem ist laut der taz, dass viele Höfe ihre Arbeiter wohl wie gehabt in Mehrbettzimmern unterbringen wollen.

Das bestätigt auch der Vorsitzende des Vereins Beelitzer Spargel, Jürgen Jakobs gegenüber der Zeitung. In der Regel handele es sich um Zweibettzimmer, eine Unterbringung in Einzelzimmern sei bei den meisten Betrieben nicht möglich, weil sie ihre baulichen Gegebenheiten nicht verändern können. Auch in Wohncontainern seien in der Regel zwei Personen in einem Raum. Andere Betriebe hätten dagegen Quartiere angemietet, wie etwa eine ehemalige Kaserne, heißt es. Der Bauernverband teilte auf Anfrage der taz mit, dass die Betriebe alles täten, um den Abstandsempfehlungen nachzukommen.

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