Landpachtverträge

MV: SPD will 10 % Flächenstilllegung auf Landesflächen

Ab Herbst soll in neuen Landpachtverträgen festgeschrieben sein, dass die Pächter 10 % der Fläche aus der Produktion nehmen müssen. Die CDU ist strikt dagegen. Unklar ist, wie das bezahlbar sein soll.

Am Donnerstag hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) im Agrarausschuss seinen Entwurf für eine Änderung der Landpachtverträge vorgestellt. Diese soll ab Herbst gelten.

Backhaus will die Landwirte verpflichten, 10 % der Fläche aus der Lebensmittelproduktion zu nehmen, um Umwelt und Natur zu fördern. Gesetzlich vorgeschrieben sind 5 %. Eine Entschädigung für die damit verbundenen wirtschaftlichen Einbußen ist nicht vorgesehen.

In den kommenden Jahren würden so rund 8.700 ha komplett aus der Verpachtung genommen, u.a. für die Aufforstung und die Wiedervernässung von Mooren. Insgesamt verpachtet das Land 87.000 ha an 1.400 Landwirte. Wie hoch der damit verbundene wirtschaftliche Verlust für das Land ist, sei kaum zu ermitteln, hieß es aus dem Ministerium.

Nicht mittragen will das die CDU an. Die Fraktion will Medienberichten zufolge juristisch prüfen lassen, ob der Agrarminister ohne Beteiligung des Landtags die Kriterien für die Vergabe von Landesflächen ändern kann, sagte die CDU-Abgeordnete Beate Schlupp. Unklar ist laut Schlupp auch, wie Landwirte das finanzieren sollen. Das Land müsse als Verpächter sicherstellen, dass Bauern existenzsichernd wirtschaften können.

Auch der Landesbauernverband rät Landwirten davon ab, einen Pachtvertrag unter den geplanten Konditionen abzuschließen. Der Entwurf sei nicht mit dem Verband abgestimmt, kritisierte Landesbauernpräsident Detlef Kurreck.



Diskussionen zum Artikel

von Bernhard ter Veen

es steht dem Land frei

die Pachtverträge zu KÜNDIGEN. dann können Sie ja selbst die "Bunten Blumen- und Streuobstwiesen anlegen. Stillegung vom Pächter fordern der dann dafür noch Geld bezahlen soll... Habt Ihr noch alle Sinne beisammen ??? Wir Bauern sollten für jeden ha den wir aus der Produktion nehmen ... mehr anzeigen

von Thomas Bröcker

auf dem Teppich bleiben

Diese Forderung ist ein Testballon. Die Naturschutzverbände (insbesondere NABU) fordern diese 10 % seit 8 Jahren. Der Autor des Artikels ist aber nicht ganz auf dem Boden der Tatsachen. Das Land kann auf seinen Flächen Moore stilllegen und aufforsten, wenn es will. Mit den ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Bei

niedrigen Pachtpreisen und ohne zusätzlichen Futterzukauf.

von Andreas Thiel

Gahse GbR...

Einfach top ihre Kommentare!Richtig aus dem Leben!Weiter so!

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Man stelle sich vor

dem Mieter einer 100 m² Wohnung wird vorgeschrieben das Kinderzimmer (4X2,5m) zu Multi-Kulti Zwecken kostenlos an Untermieter mit Vollpension abzugeben. Was würden wohl die SPD Genossen dazu sagen?

von Willy Toft

Gehts noch, Enteigung durch die Hintertür, wie weit ist unser Staat gekommen?

Wir lassen uns Gängeln durch die NGO`s, werden mit Auflagen und Vorgaben überfrachtet, sodass keine wirtschaftliche Basis mehr besteht, und dann noch mal 10 % der Landfäche stilllegen! Für wem? Die Urwaldrodung kommt stets mehr in Fahrt, Putin macht große Flächen im Osten "Urbar", ... mehr anzeigen

von H. Bogen

Gott was bin ich froh

in Bayern zu leben und dabei dachte ich als wir anfingen die Bienen zu retten, schlimmer geht nimmer. Wenn er die Fläche aus der Produktion nehmen will soll er sie doch einfach nicht mehr verpachten aber dann müsste ja das Ministerium dafür sorgen das es trotz dem nach guter fachlicher ... mehr anzeigen

von Jörg Meyer

Hm

Grundsätzlich halte ich 10 flächenstillegung für sinnvoller als 20 % bio. Und in übrigen kann und sollte man das in pachtpreis einspeisen.

von Wilhelm Grimm

Beides verwerflich.

Bei den Steuerzahlern wird das Geld knapp.

von Rudolf Rößle

Nicht verpachten

wenn schon, dann einen Pflegevertrag über die Flächen abschließen, somit entstehen weniger Einbußen. Maschinen können überbetrieblich genutzt werden und der Bauer kann gewerbliche Stundenlöhne ansetzen. Der nächste Schritt wird dann 50 % Bioflächenforderung sein.

von Wilhelm Grimm

Geld genug vorhanden?

Mit Geld, das mir nicht gehört und ich auch nicht selbst erarbeiten musste, lässt sich wunderbar locker spielen. Auf Kosten der Übrigen !

von Wilhelm Grimm

Die SPD spielt mit Staatsvermögen,

obwohl wir am wirtschaftlichen Abgrund stehen. Wie früher: Mit Geld kann sie nicht umgehen.

von Reinhard Matzat

Die Geschichte wiederholt sich....

Es ist wie damals in der Weimarer Republik. Damals waren auch viele Partein die sich nach dem Mainstream profilieren wollten und das Geld scheis egal war. Angefangen ist damals alles mit einer eher links einzuordnen Partei, der DAP (Deutsche Arbeiter Partei) aus der dann die NSDAP wurde. ... mehr anzeigen

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