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NRW-Agrarministerin Gorißen: „Die Gaskrise darf keine Lebensmittelkrise werden“

Die neue NRW-Agrarministerin Gorißen sieht eine wachsende Bedeutung für die heimische Agrarproduktion. Der westfälische Bauernpräsident Beringmeier ruft die Landwirtschaft zu Geschlossenheit auf.

Lesezeit: 3 Minuten

Nachdenklichkeit hing am Donnerstagabend über dem Festakt zum 75.-jährigen Jubiläum des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) in Münster. Zur Gratulation war auch die neue Agrarministerin von Nordrhein-Westfalen (NRW), Silke Gorißen (CDU), gekommen. In den aktuellen Krisen mit Versorgungsknappheiten, Klimawandel und Verlust von Biodiversität zeige sich, wie wichtig der deutsche Erzeugermarkt sei, sagte Gorißen.

Mit Blick auf die angespannte Lage auf dem Energiemarkt sagte Gorißen: „Die Gaskrise darf keine Lebensmittelkrise werden“. Die Nahrungsmittelwirtschaft müsse bei Engpässen auf dem Gasmarkt priorisiert werden.

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Gorißen sucht den Dialog zur Landwirtschaft in persönlichem Rahmen

Ihr sei bewusst, dass sich Landwirtinnen und Landwirte aktuell ernsthafte Sorgen um ihre Existenz machten. Sie habe sich in den Wochen nach ihrer Ernennung Ende Juni Zeit für eine „Zuhörtour“ zu verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben genommen, so Gorißen. Dort habe sie bewusst keine Presse und Öffentlichkeit zugelassen.

„Ich nehme ihre Sorgen und Ängste ernst, es war mir wichtig, in den Dialog zu gehen, um die Herausforderungen besser zu verstehen“, sagte sie. Zudem wolle sie selbst sehen, welche Innovationen und Ideen auf den Höfen umgesetzt würden. Es dürfe nicht sein, dass wegen fehlbarer Planbarkeit und zu viel Bürokratie, Betriebe aufgeben, so Gorißen weiter.

Planungssicherheit bei der GAP soll schnell kommen

Die neue Ministerin versprach, sie wolle „alles dafür tun, die Situation für die Landwirtschaft zu verbessern“. Um Planungssicherheit bei den Vorgaben aus der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) für 2023 zu bekommen, werde sie und ihr Ministerium weiter auf eine schnelle Genehmigung des GAP-Strategieplanes beim Bund drängen, sagte Gorißen. Zudem habe sie sich beim Bund für die Ausnahme von den 4 % Stilllegung für 2023 stark gemacht.

Nachhaltigkeitsstrategie soll auch faire Preise enthalten

Für die Zukunft kündigte Gorißen an, mit der Landwirtschaft an einer Nachhaltigkeitsstrategie zu arbeiten. „Faire Preise und Löhne auf allen Ebenen der Lieferkette zählen zur Nachhaltigkeit“, sagte Gorißen. Zudem wolle das Land NRW Bewässerungsanlagen besser fördern und das Zentrum für Digitalisierung in der Landwirtschaft ausbauen, so Gorißen.

Beringmeier warnt vor Aufspaltung der Landwirtschaft in kleine Gruppen

Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV), Hubertus Beringmeier rief in seiner Festrede zum 75-jährigen Verbandsjubiläum zur Geschlossenheit unter den Landwirten auf. Die Einheit von zuvor nach Konfession getrennten Landwirtschaftsverbänden sei nach der Gründung des WLVs und bis heute „eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Interessenvertretung der Bauernfamilien“, sagte er. „Daran sollten sich heute auch jene erinnern, die glauben, die Aufspaltung der Landwirtschaft in immer kleinere Untergruppen sei der bessere Weg für die Zukunft“, so Beringmeier.

Künftig weitere Bauerndemos zu erwarten

Der WLV-Präsident kündigte an, dass es künftig auf Grund der „Zumutungen aus Brüssel“ wieder häufiger zu Demonstrationen von Landwirten auch seitens des Verbandes kommen werde. Der WLV wolle dennoch auch weiter daran mitwirken, eine Veränderungsbereitschaft der Landwirtschaft zu signalisieren. „Der Weg zu mehr Akzeptanz führt über Veränderungsbereitschaft“, sagte Beringmeier. Gerade die Veränderung der Verzehrsgewohnheiten und der Klimawandel stelle die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Der gesellschaftliche Wertewandel könne nicht ignoriert werden, so Beringmeier weiter.

Über Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft und Wege aus der Akzeptanzkrise will der WLV in einem Zukunftsforum am Freitag, den 9. September diskutieren. Die Veranstaltung kann ab 11 Uhr im Livestream hier mitverfolgt werden.

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