Oettinger rechtfertigt Agrarkürzung: "Mir fehlen 12 bis 14 Mrd. Euro durch den Brexit" Premium

Um 5% will EU-Kommissar Günther Oettinger den EU-Agrarhaushalt nach 2020 kürzen. Der Brexit und die neuen Aufgaben lassen ihm keine Wahl, sagt er im top agrar-Interview. Es sei denn, Deutschland und andere Nettozahler überweisen künftig viel mehr Geld nach Brüssel.

Günther Oettinger (64) ist seit Anfang 2017 EU-Kommissar für „Haushalt und Personal“. Zuvor verantwortete der Jurist in der Kommission die Geschäftsbereiche „Digitale Gesellschaft und Wirtschaft“ (seit 2015) sowie „Energie“ (seit 2010). Von 2005 bis 2010 war der CDU-Politiker Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. (Bildquelle: Heil)

Um 5 % will EU-Kommissar Günther Oettinger den EU-Agrarhaushalt nach 2020 kürzen. Der Brexit und die neuen Aufgaben lassen ihm keine Wahl, sagt er im top agrar-Interview. Es sei denn, Deutschland und andere Nettozahler überweisen künftig viel mehr Geld nach Brüssel. Wie der Kommissar gegenüber top agrar weiter erklärt, versuche er, Kahlschläge in den großen Programmbereichen wie Landwirtschaft und Förderung einer gleichmäßigen wirtschaftlichen Entwicklung zu vermeiden. top agrar-Chefredakteur Dr. Schulze Pals und Korrespondent Thomas A. Friedrich stellen jedoch fest, dass es die Landwirtschaft besonders hart trifft, insbesondere da die Landwirte zunehmend öffentliche Leistungen für Umwelt und Tierwohl erbringen müssen, die sich kaum über den Markt refinanzieren lassen. Eine gleichmäßige Kürzung aller Haushaltslinien, wie von ...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Glyphosat wird nur behelfsweise für 1 Jahr verlängert

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Diskussionen zum Artikel

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von Karl-Heinz Heck

Wie bei den alten Römern

dort hieß es :4 Jahre bin ich gewählt, 4 Jahre habe ich Zeit reich zu werden.Daran hat sich anscheinend bis heute nichts geändert.

von Gerhard Steffek

20 Milliarden!!!

hatte es 2015 geheißen kostet uns die Migration. Auf wieviel sich das jetzt wirklich aufbläst will ich gar nicht wissen. Ich weiß auch so das dies in dreistellige Regionen geht, wenn nicht sogar vierstellig. Hätte die EU damals schon eine ordentliche Flüchtlingshilfe und Entwicklungshilfe betrieben, dann wäre ja schon alleine aus den eingesparten Milliarden aus 2015 genügend Geld vorhanden um dieses Minus auszugleichen. Wie ist nochmal der Amtseid unserer Bundeskanzlerin und Minister? Alles zum Wohle des Volkes! heißt doch dort. Irgendwie habe ich das Gefühl, die Herrschaften dort glauben sie brauchen sich nicht daran halten. Wenn das aber schon unsere eigenen Politiker tun, was erlauben sich dann die Herrschaften in Brüssel?

von Wilhelm Gebken

Fragt doch mal wer den Brexit verursacht hat, diejenigen sollen den Fehlbetrag aus ihren üppigen Pensionen zahlen

Oder kann man eine Bundeskanzlerin und ihr Gefolge nicht in Regress nehmen?

von Friedbert Ott

nur nicht ans eigene Geld ran

aber seine jährliche Gehaltserhöhung darf davon natürlich nicht betroffen sein

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