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Ostendorff: Bauernverband muss sich von Straathof distanzieren

Adrianus Straathof hat wohl Tierschutzstandards systematisch verletzt. Dennoch wurde das verhängte Tierhaltungsverbot diese Woche aufgehoben. Friedrich Ostendorff (Grüne) greift in diesem Zusammenhang Bauernpräsident Rukwied und die Bundesregierung an. Die würden sich nicht distanzieren und ihnen wäre das egal.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes, das Tierhaltungsverbot gegenüber Adrianus Straathof aus Rechtsschutzgründen vorläufig außer Vollzug zu setzen ändert nichts an den Tatsachen, dass Adrianus Straathof nachweislich Tierschutzstandards systematisch verletzt hat und Tiere weiterhin unter Bedingungen hält, die schlichtweg nicht akzeptabel sind. Das sagte Grünen-Sprecher Friedrich Ostendorff in einer Reaktion auf den aktuellen Beschluss.


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Er fordert, das Tierhaltungsverbot schnellstem Weg zu bestätigen und durchzusetzen. Veterinärämter und Landesbehörden müssten schnell und entschieden handeln. Tierschutzverstöße müssten auch sanktioniert werden.


Dafür sei die volle Unterstützung von Regierung und Verbänden notwendig. „Es ist ein Skandal, dass weder die Bundesregierung noch der Deutsche Bauernverband sich entschieden und eindeutig im Fall Straathof positionieren. Damit untergraben sie das auf Grund von Tierschutzverstößen gerichtlich festgestellte Tierhaltungsverbot und die Bemühungen der Gesellschaft die Tierhaltung in Deutschland endlich ethisch und moralisch akzeptabel zu gestalten“, so Ostendorff.


Er rief den DBV auf, sich nun endlich von Straathof zu distanzieren. Vor allem Bauernverbandspräsident Rukwied sei sich weiterhin nicht zu schade die Causa Straathof zu verharmlosen und sich um eine eindeutige Abgrenzung zu drücken, schimpft der Grünen-Politiker. Zahlreiche Landwirte seien sich aber einig, dass Tierhaltern wie Straathof das Handwerk gelegt werden muss. „Das muss nun auch endlich Rukwied erkennen und sich klar und deutlich äußern, sonst macht sich der Bauernverband unmöglich“, poltert Ostendorff.


Aktion-Agrar: So stoppt man keinen Schweine-Baron


Die Tierhaltungsgegner von „Aktion Agrar“ wittern unterdessen einen Skandal. Deren Sprecherin Jutta Sundermann meint, die Entscheidung des OVG Magdeburg sei eine Folge extrem zögerlicher Aufarbeitung der Staathof-Vergehen in den Bundesländern. „Der eigentliche Skandal ist, dass die Landesregierungen über Jahre den rücksichtslosen Tierquäler hofierten und die Ansiedlung seiner Megaställe förderten. Jetzt zaudern und zagen die Verantwortlichen. So stoppt man keinen Schweinebaron.“


Die Kritiker fordern, dass Straathof keine Tiere mehr halten darf. Zudem müsse verhindert werden, dass er mit seinem unübersichtlichen Firmengeflecht und Strohmännern in deren Geschäftsführungen weitermachen kann wie bisher. Letztlich müsse die Politik handeln, um Megaställe mit mehreren Tausend Schweinen aufzulösen und neue schlicht nicht mehr zu genehmigen.


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