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Reaktionen auf den TV-Bericht über Ferkeltötungen

Die ARD-Sendung „Report Mainz“ über das systematische Töten überzähliger Ferkel in einigen großen Betrieben hat eine Welle der Entrüstung losgetreten. In der jüngsten Sendung hat das Magazin daher die Reaktionen nach der Ausstrahlung zusammengefasst. So wird die ISN zitiert, die Berichterstattung sei unsachlich.

Lesezeit: 2 Minuten

Die ARD-Sendung „Report Mainz“ über das systematische Töten überzähliger Ferkel in einigen großen Betrieben hat eine Welle der Entrüstung losgetreten. In der jüngsten Sendung hat das Magazin daher die Reaktionen nach der Ausstrahlung zusammengefasst.

 

So wird die ISN als Vertreter der „klassischen Landwirtschaft“ mit der Aussage zitiert, die Berichterstattung sei unsachlich gewesen. Die Empörung der Interessengemeinschaft über die nicht duldbaren Zustände bleibt dagegen unerwähnt.


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Hans-Benno Wichert vom Bauernverband Baden-Württemberg stellt in einem Interview klar, dass es sich um Einzelfälle handelt. Es gehöre zum Ethos eines jeden Landwirts, möglichst alle Tiere durchzubringen, nicht zuletzt, weil dies ja auch Erlöse bedeutet.


Ganz anders sieht das Eckehard Niemann von der AbL, der die Ursache in der „industriellen Tierproduktion“ verortet und auf Reformen hofft. Die Bundestierärztekammer spricht von einem "Systemfehler" und bezeichnet die Produktion nicht überlebensfähiger Tiere als Qualzucht. Gemeint sind hier dänische Sauen, die mehr Ferkel werfen als sie aufziehen können.

 

Als Beispiel für eine schnelle Reaktion der Politik nennt das Magazin anschließend den so genannten „Nottötungs-Erlass für Ferkel“, den Niedersachens Landwirtschaftsminister Christian Meyer verordnet hat. Seine grünen Amtskollegen in Nordrhein-Westfalen und Hessen sind mittlerweile mit eigenen Klarstellungen nachgezogen. Andere Bundesländer würden ebenfalls darüber beraten, wie z.B. Sachsen-Anhalt. Der dortige Agrarminister Hermann Onko Aeikens stellt fest, dass offenbar nicht allen Landwirten klar sei, welche Umstände vorliegen müssen, damit Ferkel überhaupt getötet werden dürfen. Er sieht zudem deutlichen Nachholbedarf bei den Vor-Ort-Kontrollen. Dr. Madeleine Martin, Landestierschutzbeauftragte von Hessen, fordert, die Zuchtziele in der Ferkelproduktion zu ändern.

 

Report Mainz zeigt sich abschließend zufrieden, dass nun gegen Straathof, Gut Losten und die Saza GmbH ermittelt werde.


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