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RLV kritisiert NRW-Landesregierung wegen Flächenverbrauch

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) wirft der schwarz-gelben Landesregierung von NRW vor, landwirtschaftliche Flächen preiszugeben. Diese hat das Ziel, den Flächenverbrauch auf 5 ha pro Tag zu senken, aus ihrem Entwicklungsplan gestrichen. Die Landwirtschaft sieht sich zugunsten des Straßenbaus benachteiligt.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) wirft der schwarz-gelben Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vor, landwirtschaftliche Flächen preiszugeben. Diese hatte zuvor das Ziel, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 5 ha pro Tag zu senken aus ihrem Landesentwicklungsplan gestrichen. Die Landwirtschaft sieht sich zugunsten des Siedlungs- und Straßenbaus benachteiligt.


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„Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) schlägt Alarm – Es müssen endlich feste Vorgaben zum Stopp des Flächenverbrauchs und dem Schutz der heimischen Nahrungsmittelproduktion gemacht werden“, kommentiert RLV-Präsident Bernhard Conzen den Beschlusses der Landesregierung, im Rahmen des Regierungsprogrammes zur Ankurbelung der Wirtschaft („Entfesselungspaket“), das 5-ha-Ziel nicht mehr im Landesentwicklungsplan verbindlich festzuschreiben.


Von dem auch durch die rot-grüne Vorgängerregierung mitgetragenen Ziel, den Flächenverbrauch durch Siedlungs- und Verkehrsflächen wie Autobahnen oder Gewerbegebiete bis 2020 auf 5 ha pro Tag zu senken, sei die Regierung in NRW noch weit entfernt, kritisiert Conzen weiter. Pro Tag beläuft sich der Verbrauch derzeit auf etwa 10 ha. „Diese riesige Fläche geht uns täglich verloren. Und sie geht vor allem für die landwirtschaftliche Produktion verloren, also unser aller Lebensmittel. Auf Beton wächst keine Nahrung und erst recht keine biologische Vielfalt“, so der RLV-Präsident. Für die Bauern sei dabei besonders frustrierend, dass gerade sie immer öfter für den Schwund an Artenreichtum und Vielfalt am Pranger stehen. „Landwirte tun jedoch Vieles für den Artenschutz, da sie davon abhängig sind. Doch ob im neuen Industriegebiet oder auf der Autobahn Honigbienen Nahrung finden, das wage ich zu bezweifeln“, sagte Conzen.


Nach Meinung des RLV muss der Stopp des Flächenfraßes zu den obersten Prioritäten der nordrhein-westfälischen Regierung gehören. Daran, wie auch an einer flächensparenden Handhabung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, sollte in Zukunft gearbeitet werden. „Auch wenn Handel und Industrie vielleicht anderer Meinung sind, wenn wir weiterhin Lebensmittel aus der Region in gewohnt hoher Qualität und zu fairen Preisen liefern sollen, dann müssen die Acker- und Grünlandflächen besser geschützt werden“, so Conzen abschließend.

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