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Frust bei Bauern

Röring sieht bei Bauern keine Hinwendung zur AfD

Anlässlich der Bauerndemo entstand eine Diskussion, wie sehr Landwirte von der Politik der Union enttäuscht sind und ob sie nun vermehrt zur AfD wandern. Wir haben bei Johannes Röring nachgefragt

Lesezeit: 3 Minuten

Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Johannes Röring, sieht bei den Bauern keine Hinwendung zur AfD. Die Tageszeitung taz aus Berlin hatte kürzlich solch einen Trend erkennen wollen.

Wie Röring gegenüber top agrar online sagte, stelle er aber durchaus eine Unzufriedenheit bei den Landwirten fest, die er auch nachvollziehen kann. „Dass diese dann ausdrucksvoll zur Sprache gebracht wird, ist völlig verständlich. Verschiedene politische Parteien und auch NGOs versuchen, davon zu profitieren“, so der CDU-Politiker.

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Er wisse, dass Bauern von der CDU/CSU enttäuscht sind. Dies erkläre sich auch aus der Tatsache, dass viele großes Vertrauen in die Partei haben und oft auch dort Mitglied sind, so Röring weiter. „Wir haben als CDU/CSU klare agrar- und umweltpolitische Vorstellungen, mit denen wir die komplexen Fragen der Gegenwart angehen. Der Schutz des Klimas, der Böden, von Natur, Grund- und Oberflächengewässern liegen im Interesse der Bauern wie der ganzen Gesellschaft. Wo es problematische Entwicklungen gibt, gilt es gegenzusteuern und dabei auch die legitimen wirtschaftlichen Interessen der Bauern zu respektieren.“

Die jeweils erforderlichen Kompromisse werden seiner Meinung nach dabei nicht immer allen Betroffenen gefallen. Aber sie seien erforderlich und nicht immer liege es allein in der Hand von CDU/CSU, welche ordnungspolitischen Beschlüsse gefasst werden, stellt der Landwirt klar. „Es gibt immer einen Koalitionspartner und auch Brüssel hat bekanntermaßen in der Agrarpolitik eine große Bedeutung.“

Laut Röring ist ist die Aufgabe von Regierungsparteien, auch unbequeme Maßnahmen zu beschließen, wenn es geboten ist. In der Regel bestehe diese Arbeit aus der Abwägung von Zielkonflikten und dem Aushandeln schwieriger Kompromisse. „Ein effektiver Klima- und Gewässerschutz liegt auch im wohlverstandenen Eigeninteresse der Bauern, denn wie kaum ein zweiter Wirtschaftszweig sind wir existenziell abhängig von günstigen Klima- und Wetterverhältnissen und von guten Wasserqualitäten. Wir sind also Betroffene und gleichzeitig Teil der Lösung. An dieser Stelle fordere ich aber eine stärkere Unterstützung des von der SPD geführten Bundesumweltministeriums“, sagte Röring gegenüber top agrar online.

Er stellt nochmals klar, dass die CDU/CSU eng an der Seite der Bauernfamilien steht und für sie kämpfe. „Wir müssen in der Kommunikation aber die Gesamtsituation besser darstellen“, geshteht der Präsident ein.

Als Maßnahmen, um wieder mehr Rückhalt bei den Landwirten zu finden, empfiehlt Röring seiner Partei, ihr agrarpolitisches Profil wieder zu schärfen und mit eigenen Inhalten zu füllen. CDU/CSU sollte nicht anderen hinterherlaufen, deren Wünsche sie nie erfüllen kann und die sie ohnehin nicht wählen.

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